Das längste Thema

  • wenn ich da mal den quergedachten Senf zur Geschichte mit der DB Systel geben darf:


    der Vergleich dass da f. eine bestimmte IT-Leistung rund der Faktor 20 kassiert wird, ist zwar real,

    aber eigentlich gar nicht das Thema;

    im Endeffekt läuft hier innerhalb Dtl. bei der DB etwas was bei großen int. Konzernen wie Apple, Google, ...

    auch IKEA läuft um Steuern zu vermeiden;

    hier würde ich einfach sagen, tja liebes Dtl. selber Schuld, was haste das Handelsrecht nicht so gestrickt,

    dass es eben keine Ausnahmen der verpflichtenden Offenlegung gibt ...


    und IT ist halt was, wo es bei vielen die Haare aufstellt, dass es einfach viel kostet;

    und von der Hand zu weisen ist das auch nicht, wenn man nur die Personalkosten nimmt;

    die Wahrheit aber ist, dass in anderen Bereichen die Löhne/Gehälter höher sind;


    und derartige Sümpfe findet man heute überall, und wer versucht diese trocken zu legen,

    der geht dabei ans eingemachte, indem er das System von Grund auf ändert ...

    (dass dabei der Wohlstand gesenkt oder schlimmstenfalls vernichtet wird, braucht dabei nicht erwähnt werden)

  • Das problematische an der Systel-Geschichte ist meiner Meinung nach der Kontrahierungszwang. Die Systel kann ja gern verlangen, was sie möchte - muss dann aber auch den Wettbewerb mit anderen Anbietern eingehen und den Preis durch die Leistung rechtfertigen.


    Durch den Konteahierungszwang muss innerhalb des Konzern wohl die Systel beauftragt werden, d.h. es gibt nicht einmal eine Wahl. Für eine Testumgebung sind 300€/Monat definitiv zu viel, da würden es die 15€ bei netcup auch tun bzw die ~100€ bei AWS & co ;)

  • Durch den Konteahierungszwang muss innerhalb des Konzern wohl die Systel beauftragt werden, d.h. es gibt nicht einmal eine Wahl. Für eine Testumgebung sind 300€/Monat definitiv zu viel, da würden es die 15€ bei netcup auch tun bzw die ~100€ bei AWS & co

    Der Vergleich ist schon deswegen Bullshit, weil ein IT Provider mit einem IT Broker verglichen wird.


    Es ist ja kein Geheimnis, dass die Systel vom eigenen RZ weggeht bzw. damit eigentlich schon fast fertig sein sollte. Die kaufen ja bei AWS und Co ein. Sprich, Netcup ist von der Sache nicht das gleiche, sondern das, was für die Systel ein einfacherer Zulieferer wäre.

  • Der Vergleich ist schon deswegen Bullshit, weil ein IT Provider mit einem IT Broker verglichen wird.


    Es ist ja kein Geheimnis, dass die Systel vom eigenen RZ weggeht bzw. damit eigentlich schon fast fertig sein sollte. Die kaufen ja bei AWS und Co ein. Sprich, Netcup ist von der Sache nicht das gleiche, sondern das, was für die Systel ein einfacherer Zulieferer wäre.

    Und das ist kein Argument gegen den Kontrahierungszwang ;)

  • ach das ist garnicht so unüblich wie im Bericht hinterlegt ... ein Kunde von uns will lieber bei dem Hoster sein, der bei Ihm um die Ecke ist.


    Zahlen 160 €/Server - einmal DB-Server und einmal App-Server. Die technischen Specs kommen nicht an den "RS 8000 G9 a1" ran, die SLA gibt es dort nicht.

    Nur weil Cloud dran geschrieben wird vermutlich, basiert übrigens auf VMWare.


    Wenn man nun den "RS 8000 G9" haben möchte liegt man bei 300 € / Server im Monat.

  • Guten Morgen,


    vielen Dank für euer großes Interesse und euer Feedback.


    Wie üblich bei solchen Formaten habe ich den Beitrag auch gestern Abend zum ersten Mal gesehen. Wir hatten einen ganzen Drehtag und mehr als zwei Stunden Interview, da ist es natürlich spannend zu sehen, was dann herauskommt.


    Ich möchte euch ein paar Insights liefern: Im Vorfeld zum Dreh habe ich mehr als zwei Monate lang den Angebotskatalog der Systel studiert und mit marktüblichen Preisen verglichen. Ich habe unter anderem einen Vergleich zu AWS ausgearbeitet und dem NDR zur Verfügung gestellt. Auch habe ich die Preise unseres Partners Anexia herangezogen und mit Systel verglichen. Mit all dem Wissen habe ich mich bereit erklärt, als Anbieter von Massenhosting Stellung zu dem Thema zu beziehen.


    Ich persönlich finde es auch etwas unglücklich, auf welche zwei Ausschnitte das Interview reduziert wurde. Wir haben sehr wohl über den Unterschied von Enterprise- und Discount-Hostern gesprochen. Ich verstehe natürlich, dass es extrem schwierig ist das Thema Managed Hosting einem breiten Publikum zu erklären. Mein am Bildschirm getätigter Vergleich bezog sich rein auf die Hardwareleistung und den Support. Dieser war wohl am verständlichsten.


    Ich kann aber auch verstehen, dass ein solcher Beitrag eine Zielgruppe hat, die weniger IT-affin ist und daher Dinge gestrafft werden müssen, die uns in der Branche dann zu kurz dargelegt erscheinen.


    Ich bin gespannt, wie es weiter geht und welche weiteren Fakten öffentlich gemacht werden können zu dem Fall.



    Euer Felix

  • Wenn die Preisliste öffentlich wird, kann ich das gerne tun. Sollte dann aber für jeden nachvollziehbar sein.

    Ja, es ist eigentlich echt schade, dass das weggeschnitten wurde... das hätte mehr Transparenz bedeutet. Aber well, daran ist der NDR schuld - darunter muss Netcup halt jetzt leiden.


    Aber mal ehrlich: hoffen wir besser, dass sie nicht öffentlich wird, denn ich glaube das wäre für Netcup ein ziemlich starker Schuss ins Knie. ;)


    Das soll es von mir zu der Sache gewesen sein. Falls die Preislisten bzw. die betroffenen Teile veröffentlicht werden sollten, hole ich mir schon mal Popcorn. ^^