einrichten einer neuen ipv4 adresse

  • Ich habe eine neue IPV4-Adresse bestellt und diese einem meiner Server im Controlpanel zugeordnet. Als OS benutze ich Debian. Ich wollte die alte IP-Adresse nicht weiter nutzen, jedoch habe ich rausgefunden dass das nicht geht. jetzt möchte ich beide ip adressen auf diesen server konfigurieren, komme jedoch leider nicht weiter da ich kein netzwerk-experte bin. bis jetzt habe ich nur versucht die /etc/network/interfaces konfiguration zu ändern, habe jetzt aber leider keinen zugang von aussen mehr und die dns-auflösung funktioniert auf dem server auch nicht mehr.

    so sieht meine /etc/network/interfaces aus:

    auto ens3

    iface ens3 inet static

    address new.ipv4.addr.xxx/32
    dns-nameservers 46.38.225.230 46.38.252.230

  • vielen dank für die schnelle antwort.

    wie finde ich die broadcast und die gateway adresse raus?
    ip a zeugt mir offensichtlich die brd adresse der alten ip-adresse. jedoch nicht den gateway
    und gateway und brd adresse der neuen ip adresse kenne ich leider auch nicht

  • wie finde ich die broadcast und die gateway adresse raus?

    Benötigst du nicht, da über die primäre Adresse geroutet wird.


    Generell benötigt man auch keine Broadcast-Adresse, weil sich diese aus der Netzmaske ergibt. Bei einem CIDR von /32 erübrigt sich diese auch ;)

  • die Broadcast Adresse ergibt sich aus der IP(v4) und aus dem CIDR bzw. der Subnetmask

    ebenso die Netzadresse selbst;


    Netzadresse = IP & Subnetmask

    Broadcast Adresse = Netzadresse | (255.255.255.255 - Subnetmask)

    Subnetmask = (2^32 - 1) - (2^(32 - CIDR) - 1)

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS 1000 SAS G8 xRAM; RS 500 SSD G8; S 1000 G7; VPS 200 G8 Akt.; Webhost. 1000 m. 75%

  • okay. sieht so aus als ob die ip adresse jetzt konfiguriert ist. ein ping auf die adresse funktioniert schon mal.

    meine /etc/network/interfaces sieht jetzt so ähnlich aus wie das beispiel für debian auf der netcup wiki seite (Danke H6G)

    leider kann ich meinen server noch nciht per ssh auf dieser ip adresse erreichen. und wie kann ich dafür sorgen dass ein programm diese ip-adresse jetzt verwendet?

    Ich habe einen zencash securenode (https://zencash.atlassian.net/…ages/7537322/Installation) neu installiert und benötige deshalb auch eine neue ipv4-adresse da jede ip nur ein mal verwendet werden darf. der node erkennt jedoch immer noch die alte ip-adresse und lässt meinen node deshalb nicht laufen.

  • Ja genau.


    Was heißt klappt nicht? Ist der Socket gebunden netstat -tulpen bzw. lsof?

    OpenSSH neu gestartet etc?

    ja, es erscheinen beide ip adressen mit der selben konfiguration. da scheint alles zu stimmen. ist es des weiteren möglich ein anderes programm zu dem interface zu binden, so wie es mit ssh auch funktionieren sollte?

  • Ja, falls Du einen Apache am laufen hast,

    kannst Du einen virtuellen Host definieren,

    welcher auf die 2te IP geht,

    mit dem entsprechenden Eintrag im DNS (A-Record);

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS 1000 SAS G8 xRAM; RS 500 SSD G8; S 1000 G7; VPS 200 G8 Akt.; Webhost. 1000 m. 75%

  • Ja, falls Du einen Apache am laufen hast,

    kannst Du einen virtuellen Host definieren,

    welcher auf die 2te IP geht,

    mit dem entsprechenden Eintrag im DNS (A-Record);

    also gibt es keine allgemein gültige vorgehensweise um eine x-beliebeike applikation auf diese ip-adresse zu verweisen?

  • also gibt es keine allgemein gültige vorgehensweise um eine x-beliebeike applikation auf diese ip-adresse zu verweisen?

    Das musst du in der Applikation schon einstellen welche Sockets sie benutzen soll. Das geht auf Interfacebasis oder auf IP-Basis.

    Das hängt auch davon ab, ob die Applikation jenes unterstützt und wie diese programmiert wurde.

  • Man kann die gewünschte Applikation notfalls auch stur auf alles binden lassen (0.0.0.0/::) und den Zugriff mit der Firewall auf einer IP-Adresse bei einem bestimmten Port einschränken.


    Wenn Du die Standard-IP-Adresse für ausgehenden Traffic fürs ganze System festlegen willst, hilft Dir eventuell das: https://forum.netcup.de/admini…ip-%C3%A4ndern/#post71695

  • *blinzel* 10 Jahre alte Anleitung? Steht so auch im Wiki? Hrmmm.


    Was EIGENTLICH funktionieren sollte ist "address ersteip zweiteip dritteip" aber bei Debian kann das nochmal 10 Jahre dauern. ;) Bei Ubuntu scheinbar schon passiert.


    Evtl. auch noch interessant:


    https://wiki.debian.org/Networ…ddresses_on_one_Interface


    Ich bin da ganz unten beim Manual Approach nur ohne das Alias/Label-Zeug. Also für jede IP ein up/down ip addr add/del 1.2.3.4/32 dev dings


    Aliase haben oft für Missverständnisse gesorgt (sieht aus wie ein eigenes Netzwerkinterface, ist aber keins) und sind offiziell obsolet. Steht so auch in linux/Documentation/networking/alias.txt """ IP-aliases are an obsolete way to manage multiple IP-addresses/masks per interface.


    Aber es funktioniert ja und das ist dann wohl die Hauptsache...


  • Bei Ubuntu scheinbar schon passiert.

    Wir reden jetzt aber nicht über diesen netplan.yaml Müll. Es ist schon peinlich genug, dass inzwischen sehr viele Programme Indentation-gesteuerte formatierte Sprachen nutzen. Es gibt so viele tolle Formate wo man nicht peinlichst genau seine Einrückungen zählen muss und auch Tabulatoren verwenden darf.


    Mit ein Grund, warum ich Python nicht mag.

  • Wir reden jetzt aber nicht über diesen netplan.yaml Müll.

    Zum Thema netplan möchte ich noch loswerden, dass ich die grundlegende Idee gut finde, vor allem, wenn man die Alternative anschaut. netplan kann systemd-networkd konfigurieren. Das möchte ich weniger gerne direkt konfigurieren. Desweiteren kann netplan direkt Routing abbilden, was einige Scripte überflüssig macht, die ich auf Hostsystemen brauche. Dass yaml und Co. als Grundlage verwendet werden hat wohl damit zu tun, dass eine Verschachtelung benötigt wird, die man mit Section/Key/Value nicht übersichtlich abbilden kann. Das Teil kann halt viel.


    ABER: die Technik ist so neu, dass sie Bugs hat. Einer davon hat mich schon getroffen und verhindert für mich komplett den Einsatz von Ubuntu 18.04 als Hostsystem Betriebssystem. Wobei der wohl auch systemD mit angekreidet werden muss, aber systemD war nicht das Thema.