ARM-vServer Produkte

  • Eher wenig. Wozu sollte man sowas nutzen? Die (Linux)Paketquellen sind definitiv weniger für ARM oder man muss sich mehr selber kompilieren. Das wäre ein Sonderserver und kein "Brot und Butter" Server, wie sie Netcup anbietet.


    Ich darf https://www.heise.de/hintergru…ften-6291991.html?seite=3 zitieren:

    Quote

    Unmittelbar nach der Vorstellung der 64-bittigen ARMv8-Architektur im Oktober 2011 machten sich fast ein Dutzend Firmen auf, ARM-Chips für den Servermarkt zu designen: Samsung, Broadcom, Qualcomm, Cavium, Caldexa, Applied Micro, AMD, Marwell. Davon haben die meisten ihre Pläne begraben oder ihr Design verkauft, oder sie gingen wie Caldexa in Konkurs.

    Mag mit V9 anders aussehen, da gibt es ja auch einige Entwicklungen, aber ich seh so was deswegen noch lange nicht im Brot und Butter Bereich im Einsatz. Es gibt definitiv Einsatzgebiete für ARM v9, aber imho eher nicht bei Netcup. Zudem gilt auch für Heise:

    Quote

    Im Softwarebereich hat x86 noch deutliche Vorteile, sowohl an Vielfalt als auch an Reife und Stabilität.

    Privat: VPS 1000 G8 Plus | RS Fast Rabbit OST21 (~RS 8000 G9), VPS Funny Bunny OST21 (~VPS "2500" G9), beruflich noch einige mehr

  • Naja, das von mir meistbenutzte Controlpanel (Keyhelp) gibt es meines Wissens zumindest im Moment noch nicht für ARM. Das mag sich vielleicht irgendwann ändern. Das OS selbst dürfte nicht das Problem sein. Deswegen würde ich es bis auf Weiteres schon lieber sehen, dass Intel oder AMD basierte Server auch noch verfügbar sind und weiterentwickelt werden.

  • Ich frage mal doof - aber basiert nicht das ganze Raspberry Pi Universum auf ARM?
    Da gibts doch komplett Debian & Ubuntu und diverse andere.

    Das ist zwar richtig aber das bringt dir halt wenig wenn es kaum Software für ARM gibt. Und einen Microcontroller wie der RasPi verwendet man üblicherweise für Bastelprojekte (IoT usw.) und nicht als Server.


    Ich glaube auch nicht, dass sich das langfristig ändern wird, auch wenn Apple nun in seinen Macs ARM Prozessoren verbaut. Zum einen wären das dann Desktop Anwendungen und die wiederum laufen dann nur auf einen Mac.

  • Laut dieser Pressemitteilung aus 2020 gibts eine ARM64 Version:
    https://www.keyweb.de/de/keywe…m-64-sowie-in-10-sprachen

    Aber natürlich sollten die "normalen" Server weiterhin verfügbar bleiben.


    Meiner Erfahrung nach ändert sich der Bedarf nach Leistung, kleine Kerne mit wenig Performance reichen für 95% Der Zeit aus - Leistung braucht man nur kurzfristig und meistens nicht lange.


    Ich wünsche mir ja schon länger dynamische Server bei denen mal einfach noch mal ein paar Kerne oder Storage hinzubuchen kann, gerne auch iSCSI, was ich persönlich sehr mag. z.B. um Backups und DATA Folder einer Nextcloud auf langsammen günstigen Speicher auszulagern.
    Vielleicht kommt das ja auch bei Netcup mal ;)

  • Hallo,


    der Raspberry Pi ist eine der ganz wenigen ARM Plattformen wo intensiv an der Unterstützung gearbeitet wird.

    Bei sehr vielen anderen ARM Systemen ist man darauf angewiesen was der ARM Mainline Kernel zu bieten hat. Etwaige Hardware besonderheiten

    werden da in der Regel nicht supported. Das einbinden von Binaries der Hersteller wie Broadcom oder für Coprozessoren macht auch regelmäßig probleme.

    Das ist ja der Grund warum der Raspberry Pi so beliebt ist, es gibt einige Systeme mit besserer Leistung oder günstigerem Preis Da fehlt dann der Software Support.


    Gruß Eckhard

  • Ist Virtualisierung mittels KVM & Qemu bei ARM überhaupt schon halbwegs ausgereift?


    (Ernst gemeinte Frage, ich habe das Thema in den letzten Jahren nicht ernsthaft verfolgt.)

    Virtualisierung im Kleinformat: VMware ESXi für den Raspberry Pi | heise online

    Ich selbst hab das noch nicht getestet, würde aber deine Frage durchaus mit Ja beantworten. ;)


    Mit Virtualisierung habe ich generell unter ARM noch keine Erfahrung, dafür mit Container (speziell Docker). Das läuft gut, aber eben wie bereits oben erwähnt, viele Software laufen unter ARM (Docker Container) nicht.

  • Ist Virtualisierung mittels KVM & Qemu bei ARM überhaupt schon halbwegs ausgereift?

    (Ernst gemeinte Frage, ich habe das Thema in den letzten Jahren nicht ernsthaft verfolgt.)

    Ja! Getestet auf mehreren ODROID N2+. Vorzugsweise mittels LXD. Allerdings muss man sich ggf. den Kernel selbst mit den erforderlichen Flags bauen, auch wenn da­von abgesehen die Softwareunterstützung seitens Hardkernel wirklich vorbildlich ist. Natürlich kann man mit 4GB RAM keine riesigen Sprünge machen (weswegen die näch­ste Ge­ne­ra­tion mit 16GB – vgl. ROCK5B – oder mehr so interessant ist). Für Kompatibilitätstests oder zur Evaluation dieser Hardwareplattform reicht es aber schon seit gut einem Jahr (als die VM-Unterstützung Einzug hielt bei LXD).

    (Am Rande bemerkt: Man muss sehen, dass die Kosten der größeren SBC für den Heim-/Homeofficebereich langsam an die älteren/kleineren NUCs herankommen. Al­ler­dings hat man mit PCIe- und PoE-Unterstützung beim ROCK5B beispielsweise – vorbehaltlich ausstehender Kompatibilitätstests – die Möglichkeit, ein strom­spa­ren­des NAS mit bis zu fünf SATA-Festplatten zu realisieren, welches vom Netzwerk-Switch mit Strom versorgt wird.)

  • Virtualisierung im Kleinformat: VMware ESXi für den Raspberry Pi | heise online

    Ich selbst hab das noch nicht getestet, würde aber deine Frage durchaus mit Ja beantworten. ;)

    ESXi hat aber mit KVM und Qemu (was ja Netcup verwendet) nichts zu tun.


    Es gibt ja durchaus Plattformanbieter, die leistungsfähige Serverhardware mit sehr vielen ARM Kernen anbieten. Allerdings sind das meist Spezialanwendungsgebiete, wie Networking, High Performance Computing oder anderen Dingen. Es gibt Mitbewerber, die mal basierend auf Cavium ThunderX SoCs ARM VServer angeboten haben... mittlerweile wurde die Firma von Marvell aufgekauft... Es gibt auch diese ARM VServer nicht mehr.


    Man müsste sich doch die Frage stellen: was bringt ein ARM VServerangebot wirklich? Was ist ein Alleinstellungsmerkmal? Und da fällt mir nix ein. Beim Mitbewerber waren die ARM Server die günstigsten Angebote. Netcup schafft es aber, mit x64 Hardware günstiger als diese ARM Angebote zu sein. Und da nimmt man doch lieber x64 Server. Weiterhin ist das eine ganz andere HW Architektur, je mehr von diesen man als Provider warten muss, umso größer der Aufwand.


    TLDR: der Aufwand eines solchen Angebots steht in keinem Verhältnis zu den Einnahmen, die man damit evtl generieren könnte.

    Privat: VPS 1000 G8 Plus | RS Fast Rabbit OST21 (~RS 8000 G9), VPS Funny Bunny OST21 (~VPS "2500" G9), beruflich noch einige mehr

  • Gerüchten zufolge arbeitet auch Microsoft an eigenen ARM Server Chips. Das kann natürlich noch ein wenig dauern, aber wenn erst mal so ein Schwergewicht im Cloud Bereich auf ARM setzt, dauert es nicht lange bis die gängige Software dafür ebenfalls gebaut wird und zum defacto Standard wird. Andere Cloud Anbieter (z.B. Alibaba) gehen ähnliche Wege. Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass wir irgendwann auch bei Netcup ARM Server sehen werden ;-). Der größte Vorteil dürfte eigentlich im Preis-/Leistungsverhältnis sein. Das wäre auch ehrlich gesagt der einzige Grund, warum ich auch ARM wechseln würde. Technisch sehe ich da keinen Bedarf. Ist halt die Frage, ob allein die CPU so einen Unterschied machen könnte, dass es sich lohnt. Der Rest der Hardware dürfte sich ja im Preis nicht großartig ändern.

  • ESXi hat aber mit KVM und Qemu (was ja Netcup verwendet) nichts zu tun.

    Stimmt. ^^ Das hatte ich übersehen. Ich dachte es ging ihm allgemein um Virtualisierung unter ARM. ;)


    Das kann natürlich noch ein wenig dauern, aber wenn erst mal so ein Schwergewicht im Cloud Bereich auf ARM setzt, dauert es nicht lange bis die gängige Software dafür ebenfalls gebaut wird und zum defacto Standard wird.

    Hm, da wäre ich noch etwas skeptisch. Microsoft hat bereits Windows for ARM, was ja offenbar auch ein ziemlicher Flop ist. Übrigens bietet bereits der größte Cloud Provider ARM Server an. Ob das wirklich die Entscheidung bei Firmen bei der Produktentwicklung beeinflusst habe ich große Zweifel. Aber man darf gespannt sein. :)

  • Man müsste sich doch die Frage stellen: was bringt ein ARM VServerangebot wirklich? Was ist ein Alleinstellungsmerkmal? Und da fällt mir nix ein.

    Obwohl das hier natürlich unter dem Marketingaspekt zu lesen ist – Konkurrenz belebt das Geschäft: "Arm Says Performance Per Watt Is the New Moore's Law".

    Bei den Strompreisen und dem lokal sinkenden Angebot ist das durchaus mittelfristig eine Überlegung wert, wenn es um mittlere/größere Server geht. Aber auch gerade wenn es um die stromsparendste/kleinstmögliche Lösung mit halbwegs aktueller 64-Bit-Hardware geht, hat die ARM64-Architektur derzeit die Nase vorn (vgl. den Radxa Zero).

  • Es gab über die Jahre schon so viele Anläufe mit ARM Servern. Bisher hat noch keiner es zum riesigen Durchbruch geschafft. Neben allen o.g. Argumenten wäre ein weiteres: wenn nun Netcup hier investieren würde (viel Aufwand!) und dann die Entwicklung (wieder mal) in eine Sackgasse läuft. Dann hat man ein totes Pferd im Serverraum, das dann im blödsten Fall keiner will.


    Die Preise von Netcup sind doch jetzt schon für das Gebotene sehr sehr gut (insbesondere bei den Sonderangeboten). Da kommt man mit ARM imho auch kaum drunter, denn SSDs, Netzwerk, Traffic bleiben ja unverändert.

    Privat: VPS 1000 G8 Plus | RS Fast Rabbit OST21 (~RS 8000 G9), VPS Funny Bunny OST21 (~VPS "2500" G9), beruflich noch einige mehr