Zusätzlich geroutetes /48 oder /56 IPv6 Subnetz

  • du hast mir bisher noch nie erklärt, was dich konkret an 64 bit SLAAC stört.

    man kann SLAAC nicht auf einen Teil der kleinsten Einheit beschränken und somit auch keine Firewall darauf ausrichten;

    genau deswgen hab ich es abgedreht, und RADVd braucht es nur f. das announcen der Gateway IP, den Rest erledigt DHCPv6d;


    das mit DHCPv6 ist die nächste Krankheit; genug Plunder kann bis heute damit nicht umgehen,

    und Win 10 meint bei einer fixen IP sich trotzdem was holen zu müssen¹ ...


    ¹ hier kann man einfach einen Teil aus der Registry wegkicken,

    dieser Teil ist ohnehin nicht vorhanden, wenn man ein älteres Windows auf Win10 upgraded ...


    cltrmx irgendwie schon; Designfehler; weil ich da oben den Einwand von Routing-Tabellen und so gelesen hätte; die wären hätte man es korrekt gemacht, was aber kein will, nicht nur unheimlich klein sondern auch unheimlich performant;

    und damit resourcenschonend;

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS, VPS, Webhosting - was man halt so braucht;)

  • Mich stört daran genau das, was dich jetzt gerade stört. Du kannst mit dem einen /64 Netz, welches dir zur Verfügung steht, nichts anfangen. Mit mehr Flexibilität bei den Host-IDs könntest du dein Vorhaben direkt umsetzen. In der Situation war ich schon öfter, und es nervt jedes Mal, zu schauen, wo man jetzt mehr Netze herbekommt. Da müssen tausend Randbedingungen stimmen, entweder beim Anbieter oder ein Tunnel oder was auch immer. Anstatt einfach nur ein wenig mehr Hinrschmalz ins SLAAC zu stecken und damit den Adresspool nutzbar zu machen, den man bekommt.

    Wenn du öfter in der Situation bist ist, ist der Grund genau der selbe, dass du beim falschen Provider unterwegs bist. Leider sind Netcup nicht die einzigen, die das bzgl. IPv6 falsch machen, ich kenn sogar welche die einzelne /128 Adressen zuteilen, die würde ich direkt in die Nachhilfe schicken.

    Das Thema Erweiterung von SLAAC: Schön und gut solche Ideen zu haben, aber in der Praxis hier und jetzt bringt es genau... nix? Es gibt den Standard nun mal und den kann man nicht so ohne weiteres ändern -> siehe IPv4. Irgendwann muss man sich einfach mal an die RFCs halten und dort gilt seit eh und je: ein /64 pro LAN und don't mess with it! Die RFCs sind wenn man so will die globalen Gesetze für die technische Realisierung von IT-Lösungen. Die haben sich schlaue Leute ausgedacht und auch wenn nicht alles komplett optimal ist muss man es akzeptieren und sich daran halten. Daher ist der Vergleich "mich stört das was dich stört" falsch. Mich stört, dass sich Netcup nicht an die standardisierten RFCs bzgl. der Realisierung von IPv6 hält, so wie sie gedacht sind. Dich stört der Inhalt der RFCs an sich. Wenn mich ein deutsches Gesetz stört, gehe ich auch nicht zur Polizei und verlange eine andere Handhabung, sondern dann gehe ich in die Parlamente, denn nur dort kann man es ändern. Deine Vorschläge sind von daher in diesem Forum etwas fehl am Platz, wenn sie auch berechtigt sein mögen, aber das ist einfach das falsche Forum.


    @mainziman Ich denke Teile der Antwort gelten auch für dich. Ja, dhcpv6 ist Murks und gerade daher ist es eben auch kein Ersatz für SLAAC, weil es genug Clients gibt, die damit nicht klar kommen. Sonst gäbe es die Probleme ja auch erst gar nicht, wenn man das /64 weiter zerbricht, was nachdrücklich nicht empfohlen wird. Einfach an die RFCs halten und gut ist.

  • Wenn du öfter in der Situation bist ist, ist der Grund genau der selbe, dass du beim falschen Provider unterwegs bist.

    Das sind leider viele.


    Die RFCs sind wenn man so will die globalen Gesetze für die technische Realisierung von IT-Lösungen.

    Ich weiß, was Standards sind und wie sie funktionieren. Ich bin selber in diversen Standardisierungsgremien aktiv unterwegs, u.a. ISO und CEN.

    Ich erwarte auch nicht, dass man da jetzt was dran ändert. Aber da ist man damals schon bequem gewesen.


    Deine Vorschläge sind von daher in diesem Forum etwas fehl am Platz, wenn sie auch berechtigt sein mögen, aber das ist einfach das falsche Forum.

    Das mir das hier nicht weiterhilft, ist mir klar. Dennoch kann man ja offen darüber diskutieren, was schief gelaufen ist, damit man es beim nächsten Mal besser macht.


    Einfach an die RFCs halten und gut ist.

    Genau das tun ja alle. Du kannst ja nicht sagen, dass sich das Angebot und die Umsetzung von netcup nicht an die RFC hält. Und es führt genau dazu, dass man in eine Sackgasse läuft, aus der man als Endanwender einen Ausweg suchen muss, der technisch dann oft eine Krücke ist.

  • Du kannst ja nicht sagen, dass sich das Angebot und die Umsetzung von netcup nicht an die RFC hält. Und es führt genau dazu, dass man in eine Sackgasse läuft, aus der man als Endanwender einen Ausweg suchen muss, der technisch dann oft eine Krücke ist.

    Ich hab vorhin beispielhaft 3 Zitate aus zwei der relevanten RFCs gepostet. Dort sogar wichtige Teile markiert, und daran sieht man sehr deutlich, dass sich Netcup nicht daran hält. (Dort ist übrigens nur von "Home-Sites", sprich klassischen Endkunden von ISPs die Rede, von einem professionellem Server-Betreiber, wo die Kundenanzahl nochmal eine ganze Hausnummer weniger ist, ganz zu schweigen.

  • Dort ist übrigens nur von "Home-Sites", sprich klassischen Endkunden von ISPs die Rede

    Eben. Dort ist die Konstellation eine andere mit mehreren Endgeräten und ggf. auch mehreren Netzen (Gastnetz etc.). Außerdem ist dort immer von "sites" die Rede, also nicht von einzelnen Servern, sondern vom Standort, in diesem Fall also wohl dem Rechenzentrum.


    Ein Server ist erst mal nur ein Endgerät, der nicht nur eine Adresse, sondern direkt ein ganzes /64 Netz bekommt. Für evtl. Container oder VMs kannst du ein oder mehrere weitere /64 Netze bekommen. Wo siehst du da jetzt einen Widerspruch zu deinen Zitaten? Dazu kommt folgendes: Es gibt in Standards obligatorische Vorschriften ("shall") und Empfehlungen ("should"). Letztere kann man machen, muss man aber nicht. Welchen Typs deine Zitate sind, ist ja offensichtlich.

  • Eben. Dort ist die Konstellation eine andere mit mehreren Endgeräten und ggf. auch mehreren Netzen (Gastnetz etc.). Außerdem ist dort immer von "sites" die Rede, also nicht von einzelnen Servern, sondern vom Standort, in diesem Fall also wohl dem Rechenzentrum.


    Ein Server ist erst mal nur ein Endgerät, der nicht nur eine Adresse, sondern direkt ein ganzes /64 Netz bekommt. Für evtl. Container oder VMs kannst du ein oder mehrere weitere /64 Netze bekommen. Wo siehst du da jetzt einen Widerspruch zu deinen Zitaten? Dazu kommt folgendes: Es gibt in Standards obligatorische Vorschriften ("shall") und Empfehlungen ("should"). Letztere kann man machen, muss man aber nicht. Welchen Typs deine Zitate sind, ist ja offensichtlich.

    Nein. Eine Site ist im allgemeinen ein Kunde an einem Standort. Der Standort ist Nürnberg, ich bin Kunde von Netcup mit meinem virtuellem Root-Server, als Router für meine privaten Netzwerke. Entsprechend ist der Root-Server eine Site (= Ich als Kunde an diesem Standort beim Provider Netcup). Ein Server kann durch Virtualisierung / Container / VPNs etc. und sonstige Dienste deutlich mehr, als ein Client-Rechner zuhause im /64ger LAN, der braucht tatsächlich nicht mehr. Nach deinem Argument könnte man die zusätzlichen IPv4 Adressen abschaffen, denn es handelt sich ja nur um einen Rechner / Server - der braucht doch keiner weitere Adressen.


    Und natürlich wird jetzt die RIPE Netcup den IPv6 Pool nicht entziehen, weil sie nicht genügend Adressen zuteilen. Aber wie schwer ist es eigentlich zu verstehen, dass IPv6 nicht für einzelne /64ger Netze designed ist? Wie oft muss man sich hier noch wiederholen?

    -> Hence, it is strongly intended that even home sites be given multiple subnets worth of space, by default.

    -> significantly more than a single /64


    Die Empfehlung von einem /48 pro Kunde entstammte genau dem Argument, dass so sichergestellt ist, dass jeder genügend Adressraum erhält. Nur hat man halt für Otto-Normalkunden gesehen, dass vermutlich auch ein /56 reicht mit seinen 256 /64 Subnetzen, was deutsche Provider ja auch so umsetzen. Dies gilt allerdings nicht für professionelle Server, dort sollte im Allgemeinen weiterhin ein /48 das Maß der Dinge sein (bzw. pro Kunde, der dann das am Besten flexibel an seine gebuchten Server verteilen kann). Ich denke es steht ganz klar im RFC, dass die endgültige Verteilung Sache der zuweisenden Entity (Netcup) ist, aber, unter allen Umständen sichergestellt und oberste Priorität haben sollte, dass ein Kunde niemals unter Adressmangel leidet. Und diesem Punkt Netcup mit seinen /64ger Netzen sicherlich NICHT nach.

  • Nein. Eine Site ist im allgemeinen ein Kunde an einem Standort.

    Laut rfc4949 (Glossary) ist eine Site:

    Code
    A facility -- i.e., a physical space, room, or building together with its physical, personnel, administrative, and other safeguards -- in which system functions are performed.

    Hört sich für mich eher nach Rechenzentrum denn nach Kunde an.

    Ein Server kann durch Virtualisierung / Container / VPNs etc. und sonstige Dienste deutlich mehr, als ein Client-Rechner zuhause im /64ger LAN, der braucht tatsächlich nicht mehr.

    Hat er ja. Ein /64 Netz anstatt eine /128 Adresse. Oder sogar mehrere /64 Netze bei Bedarf.


    Aber wie schwer ist es eigentlich zu verstehen, dass IPv6 nicht für einzelne /64ger Netze designed ist?

    Gar nicht, ich hab das verstanden. Aber wie schwer ist es zu verstehen, dass genau das das Problem ist?

    Und das es nur aufgrund der Einschränkungen eines verhältnismäßig winzigen Teils der Technologie (SLAAC), während ein Großteil der IPv6 Suite auch heute schon anders arbeiten könnte? Zumal SLAAC ja ursprünglich mal für kleine und ressourcenmäßig eingeschränkte Geräte und private Nutzung vorgesehen war, während für die Adressvergabe im professionellen Umfeld eher DHCPv6 angedacht war. Das hat sich in der Praxis allerdings sehr aufgeweicht, zugegeben.


    Dies gilt allerdings nicht für professionelle Server, dort sollte im Allgemeinen weiterhin ein /48 das Maß der Dinge sein (bzw. pro Kunde, der dann das am Besten flexibel an seine gebuchten Server verteilen kann).

    Ein /48 pro Server halte ich für übertrieben. Und als ein Kunde mit mehreren Servern hast du ja auch mehrere /64 Netze.


    Wir sind ja gar so weit auseinander. Wir haben beide das Problem, mit dem einen /64 Netz im Grund nicht zufriedenstellend arbeiten zu können. Nur die über die Gründe dafür sind wir unterschiedlicher Auffassung.

  • > Hence, it is strongly intended that even home sites be given multiple subnets worth of space, by default.

    wenn man Äpfel mit Birnen mischt; eine Home Site ist ein vServer per Def. schon mal nicht;

    und es steht Dir frei mehr als ein /64-Prefix zusätzlich zu buchen;


    Die Empfehlung von einem /48 pro Kunde entstammte genau dem Argument, dass so sichergestellt ist, dass jeder genügend Adressraum erhält.

    auch bei dieser Empfehlung sollte man etwas tiefgründiger sein; soll heißen, jede IPv4 Broadcast-Domain braucht seinen eigenen /64-Prefix;

    in Heimnetzwerken nur selten mehr als ein /64


    und ich muss ehrlich sagen, habe bei mir im LAN ein 172.16.0.0/255.255.0.0 in Verwendung aber ohne einer weiteren Segmentieren,

    sprich, nur eine einzige Gateway-Adresse am Router definiert, z.B. 172.16.0.1

    aber hier bei IPv6 mir den Unfug anzutun das auf einem /48 zu veranstalten würde mir nicht einfallen;

    hier habe ich nur ein einzelnes /64 in Verwendung;


    ich hab bei DHCP z.B. nur ein Teil herausgepickt; der DHCP verteilt von 172.16.100.1 bis 172.16.100.254

    und bei IPv6 eben nur DHCPv6 von z.B. prefix:1000::1 bis prefix:1000::ffff

    das kann man auf einer Firewall schön abhandeln in dem man z.B. 172.16.100.0/24 bzw. prefix:1000::/80 in Regeln verwendet;

    SLAAC ist einfach Firewallfeindlich.


    IPv4 und IPv6 sind grundverschieden; und darum wird IPv6 auch nie IPv4 ersetzen;

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS, VPS, Webhosting - was man halt so braucht;)

  • Ich verwende meinen Root-Server hauptsächlich als Routing-Gateway, um zu hause unter einer statischen IP-Konfiguration erreichbar zu sein / davon aus zu surfen / überhaupt erst eine native IPv4 zu erhalten. ...


    Aktuell habe ich IPv6 daher komplett deaktiviert, weil es von Netcup für diesen Fall leider keine vernünftige Lösung gibt (zB. ein zusätzliches /56 für 1€ mtl. oder ein /48 für 2-3€ mtl.). Allerdings würde ich gerne den Fortschritt des Internets durch Nutzung / Aktivierung von IPv6 unterstützen....


    Wie ich finde ist dieses Manko der derzeit größte Kritikpunkt an Netcup und auf Dauer mit zunehmender Wichtigkeit von IPv6 ein Dealbreaker (zumindest für mich). Das ist sehr schade, weil ich ansonsten sehr mit den Servern zufrieden bin!

    Ich lese diesen Thread mit zunehmendem Unverständnis.


    Unabhängig von der ganzen IPv6 Diskussion hier sollte doch einmal festgehalten werden, dass Deine Konfiguration eine absolute Randnutzung und garantiert nicht den "intended usecase" für jeglichen Netcup Server darstellt. Außerdem wusstest Du schon vorher, dass ein 64er (und nichts anderes) Netz zugeteilt wird und dass einzelne 64er Subnets für 1€ pro Stück verfügbar sind. Ergo kann man sich die Kosten ausrechnen. Für 99,9999% der Kunden reicht dieses Angebot völlig.


    Daraus abgeleitet hier so Stimmung gegen Netcup zu machen, ist imho nicht in Ordnung, denn Dir wurde nie etwas anderes gesagt oder versprochen. Warum und wieso Netcup sich auf 64er Netzwerke beschränkt ist da doch völlig irrelevant.


    Ich bin definitiv kein IPv6 Kundiger, das mehrfach als Grund für größere Netze genannte SLAAC ist aber doch für Server (die jetzt nicht gerade als Gateway für ein Netz dahinter dienen sollten wie bei diesem Fringe Case) genau NICHT sinnvoll, da sich sonst die IPs der Ziele, die man ggfalls per DNS Records fixiert hat, ändern würden. Es wird empfohlen, für Server IPv6 manuell fix zu vergeben oder DHCPv6 zu verwenden. Netcup ist ein Server- und kein "Gateway-für-Homenetzwerke"-Anbieter. Daher braucht der Anbieter imho hier keine Rücksicht zu nehmen.


    Zusammengefasst reicht einem dieser Umfang, oder eben nicht. Dann hat man aber von vorneherein das falsche Produkt / den falschen Anbieter ausgewählt. Man beschwert sich ja auch nicht im Nachhinein, dass man mit einem Rechen nicht schaufeln kann.


    Vermutlich bist Du der einzige, der sowas über Netcup abziehen will. Und es macht halt für eine Firma nunmal keinen wirtschaftlichen Sinn, auf Einzelbedürfnisse so spezifisch einzugehen.

    RS Fast Rabbit OST21 (~RS 8000 G9) | RS Ostern L OST22 (~RS "3000" G9.5)

    Abzugeben: bald: VPS Funny Bunny OST21 (~VPS "2500" G9)

  • Ich lese diesen Thread mit zunehmendem Unverständnis.

    Ich auch, aber eher in die umgekehrte Richtung. Wie sich einige hier echauffieren das von MeisterYoda angedachte Setup auseinanderzunehmen geht eigentlich gar nicht. Netcup ist ein Anbieter für mietbare Ressourcen (e.g. vServer), was der- oder diejenige dann letztenendes damit macht bleibt völlig dem Kunden überlassen.


    Daraus abgeleitet hier so Stimmung gegen Netcup zu machen, ist imho nicht in Ordnung, denn Dir wurde nie etwas anderes gesagt oder versprochen. Warum und wieso Netcup sich auf 64er Netzwerke beschränkt ist da doch völlig irrelevant.

    Man darf netcup hier aber sehr wohl den Finger dafür in die Wunde legen, dass hier keine Rücksicht auf das architectuelle Design von IPv6 Rücksicht genommen wird und man entgegen der Empfehungen von z.B. rfc6177 und der Registries agiert.

    Netcup ist ein Server- und kein "Gateway-für-Homenetzwerke"-Anbieter. Daher braucht der Anbieter imho hier keine Rücksicht zu nehmen.

    Und ein Server kann also kein "Gateway-für-Homenetzwerke" sein? Das musst du mir bitte ein mal genauer erläutern wo da technisch der Unterschied besteht. Auch darfst du mir gerne erklären wer oder was dir das Recht gibt festzulegen zu welchem Zweck die mietbaren Ressourcen verwendet werden dürfen.


    Vermutlich bist Du der einzige, der sowas über Netcup abziehen will. Und es macht halt für eine Firma nunmal keinen wirtschaftlichen Sinn, auf Einzelbedürfnisse so spezifisch einzugehen.

    Gerade im Hinblick auf die zunehmende Verbreitung von DS-Lite wirst du dich wundern wie viele sich auf die hier beschriebene Weise dazu verhelfen eine öffentliche IPv4 am heimischen Anschluss zu bekommen. Ich habe selbst lange Zeit bei Netcup entsprechende Gateways für Freunde und Bekannte, die CGN geplagte Vodafone/Kabel Deutschland Kunden sind, betrieben. Mangels größerer Netze bedeutete das allerdings keine IPv6 Anbindung über netcup aus den entsprechenden Heimnetzen, da z.B. sämtliche Android Geräte weiterhin kein DHCPv6 unterstützen und auch vmtl. nie unterstützen werden.

    Die Gateways sind inzwischen alle zu einem Anbieter gewandet, der ohne Aufstand ein größeres Netz bereitstellen kann.

    Weiterhin nutzen auch einige von der Peering Politik der Telekom geplagten User netcup als günstiges Gateway zu einem nicht verstopften Internet.

    Ebenfalls ein valider use-case.

    Nur weil dir keine (sinnvollen) Gründe einfallen soetwas zu betreiben, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt.

  • Gerade im Hinblick auf die zunehmende Verbreitung von DS-Lite wirst du dich wundern wie viele sich auf die hier beschriebene Weise dazu verhelfen eine öffentliche IPv4 am heimischen Anschluss zu bekommen.

    Exakt das ist in vermutlich ein paar Monaten auch mein Plan. (Das nur soweit als Zustimmung, finde den Thread sehr interessant!)

    • Official Post

    Liebe Community,


    auch wir verfolgen diesen Thread und an dieser Stelle scheint es uns angemessen, auf den Tonfall zu verweisen.
    Die Diskussion wollen wir nicht abbrechen und auch das Feedback ist willkommen und wird verlässlich weitergegeben.


    Bitte bleibt sachlich.


    Danke und liebe Grüße,
    Claudia M.

  • Um das deutlich zu sagen: Ich habe absolut gar nichts gegen den Anwendungsfall von MeisterYoda. Seit 2008 mache ich schon genau solche Dinge mit vServern. Ich war früh mein erster eigener IPv6 Tunnelbroker. Damals hab ich schon geflucht über das einzelne /64, dass man üblicherweise dazu bekam - wenn überhaupt.

    Auch öffentliche IPv4 Adressen von vServern für 6tunnel oder ähnliches zu nutzen, ist absolut legitim (für letzteres reicht allerdings locker ein /64). Oder als VPN Gegenstelle, die man an Hotspots oder in anderen öffentlichen Netzen nutzen kann - inkl. Adblocker etc. Alles gut, und alles Dinge, in denen man eine Lösung für das einzelnen /64 braucht, das man nur hat. Von daher kann ich MeisterYoda verstehen: ich leide ja auch darunter.


    Wir sind halt nur unterschiedlicher Auffassung über die Auslegung der Standards. Mir ist auch klar, dass die nicht kurzfristig geändert werden und man eine andere Lösung braucht. Das ist dann im Zweifel ein Tunnel von HE oder vergleichbar, oder eben ein zusätzliches /64 Netz beim jeweiligen Hoster.


    Man darf netcup hier aber sehr wohl den Finger dafür in die Wunde legen, dass hier keine Rücksicht auf das architectuelle Design von IPv6 Rücksicht genommen wird und man entgegen der Empfehungen von z.B. rfc6177 und der Registries agiert.

    Da hingegen bin ich nach wie vor anderer Meinung. Die RFC6177 empfiehlt ein /48 für End-Sites, aber nicht für einzelne Nodes. Im Sinne der RFC4949 (Glossary) ist eine End-Site das Rechenzentrum und ein Node ein VPS oder vergleichbares. Ich kann hier beim besten Willen keinen Verstoß gegen die Empfehlungen feststellen.

  • Exakt das ist in vermutlich ein paar Monaten auch mein Plan. (Das nur soweit als Zustimmung, finde den Thread sehr interessant!)

    Buch einfach Vodafone Business Kabel Tarife, dann brauchts die Krücke IPv6 schlicht nicht und man kann sogar (gegen 5€ monatlich) ne feste IPv4 ordern.

    RS Fast Rabbit OST21 (~RS 8000 G9) | RS Ostern L OST22 (~RS "3000" G9.5)

    Abzugeben: bald: VPS Funny Bunny OST21 (~VPS "2500" G9)

  • Man darf netcup hier aber sehr wohl den Finger dafür in die Wunde legen, dass hier keine Rücksicht auf das architectuelle Design von IPv6 Rücksicht genommen wird und man entgegen der Empfehungen von z.B. rfc6177 und der Registries agiert.

    dürfen schon, nur stimmt es eben nicht; denn ein vServer ist keine End Site¹;

    vlt. gibt es ja die Idee dahinter, wenn ein Kunde zumindest 4 vServer hat, diese 4 vServer über EIN /48 (od. /56) zu adressieren;


    ¹ hier sei nur die Gegenfrage gestellt: wenn man einen vServer der selbst ja nur Teil eines physikalischen Servers ist,

    als End Site betrachtet, als was muss man dann den ganzen Host auf dem diese vServer laufen betrachten?

    und als was gilt dann z.B. eine Heizflosse²?


    ² Dinger f. die Hosentasche mit x Cores und meist mit Android od. iOS - Unix/Linux basierend;


    um dem ganzen die spezielle Note der Faszination zu geben;

    würden wa tatsächlich jedem Ding a /48 nachwerfen, dann ist des schon a gewaltiger Aufwand

    dass wa 128 bit IPv6 Adressen veranstalten

    nur um gerade mal schlappe 16-bit effektiv an zusätzlichen Adressraum zu haben als wir mit den 32-bit IPv4 Adressen ohnehin haben;:D

    ( aRaphael damit sind des 4 irgendwas Mrd. fache gleich mal verpufft, denn es sind nur 65536 mal mehr ;))


    MeisterYoda Du kannst evtl. fd00::/8 etwas anzapfen; mein 6in4-Tunnel (Tunnel-End-Punkt auf einem vServer hier bei netcup :))

    verwendet genau einen Nano-mücken-teil von dem fd00::/8 8o

    sprich ein gebuchtes /64 ist im LAN zu Hause, und ein fdxx:xxxx:xxxx:xxxx::/64 wird als Tunnel-Netz verwendet;

    ich hätt sogar noch ein 2tes gebuchtes /64, welches ich zu Beginn auch tatsächlich als Tunnel-Netz verwendet habe,

    aber dann hab ich festgestellt, dass es das nicht braucht;:)

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS, VPS, Webhosting - was man halt so braucht;)

  • Buch einfach Vodafone Business Kabel Tarife, dann brauchts die Krücke IPv6 schlicht nicht und man kann sogar (gegen 5€ monatlich) ne feste IPv4 ordern.

    Ich habe keinen Kabelanschluss und bin auch nicht bei Vodafone Kunde. (Unabhängig davon: IPv6 hätte ich schon gerne in vollem Umfang^^)

  • Hallo Claudia,


    vielen Dank für die Weiterleitung! Genau darum ging es mir auch in dem ganzen Thread, sprich auf das Thema aufmerksam zu machen, dass es durchaus gute Anwendungsfälle gibt, für die man ein größeres zusammenhängendes Netz braucht (bzw. praktisch ist). Ich denke in diesem Thread ist nun sehr viel Für und Wieder gesammelt und das entsprechende Personal bei Netcup kann sich gut ein Bild darüber machen. Ob, wie und in welchem Umfang es eine Umsetzung bzw. Korrektur der bestehenden Umsetzung gibt, ist dann natürlich Netcup überlassen bzw. letztendlich natürlich dem Markt an sich.


    Beste Grüße

  • Habe den langen Thread nicht verfolgt, ihn aber bei einer Forensuche gefunden - ich möchte mich MeisterYoda anschließen - größere IPv6 Netze wären toll - auch mit einer Failover Variante.


    Beim großen H kann man für einmalig 15,-€ einen /56 Prefix erwerben.

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