Zahlungsverzug des Kunden beim Domainreseller

  • Ein änhlichen Problem hatte ich auch schonmal: Verstorbener Kunde ist nicht fähig die Kündigung seiner Domain per Klick auf den Bestätigungslink zu erlauben. Da ich keinen der Angehörigen erreichen konnte und mir sonst nicht zu helfen wusste, habe ich dann vor der nächsten Verlängerung der Domain meine E-Mail-Adresse im Handle hinterlegt. War so bestimmt rechtlich auch nicht einwandfrei, aber noch hat sich kein Erbe bei mir beschwert. ^^

  • könnt ihr mir vielleicht sagen ob man als Domainreseller auf den Kosten sitzen bleibt wenn der Kunde eine Domain bestellt, jedoch die Bezahlung wieder zurückzieht?

    Ein Kunde kann eine Bezahlung nur zurückziehen, wenn du ihm ein Kredit einräumst, was z.B. über PayPal oder SEPA Lastschrift der Fall ist.

    Wenn du die Leistung allerdings erbracht hast, darf der Kunde die Bezahlung nicht verweigern und du kannst einen Titel gegen ihn erwirken.


    Du kannst allerdings die Domain sperren (z.B. Nameserver auf 127.0.0.1 einstellen...)

    Netcup haftet nicht dafür und du bleibst auf den Kosten sitzen, es sei denn, sie räumen dir Kulanz ein.


    An deiner Stelle würde ich aber mal mit dem Kunden sprechen und gucken, wo das Problem liegt, warum er nicht zahlt, und eine Lösung entwickeln.

  • Ein Kunde kann eine Bezahlung nur zurückziehen, wenn du ihm ein Kredit einräumst, was z.B. über PayPal oder SEPA Lastschrift der Fall ist.

    Genau, hatte auch paypal unter anderem gemeint. Also Kunde zahlt, Domain wird bei Netcup gebucht, Kunde zieht Zahlung wieder zurück -> ich bleibe auf den Kosten sitzen?

    Wenn du die Leistung allerdings erbracht hast, darf der Kunde die Bezahlung nicht verweigern und du kannst einen Titel gegen ihn erwirken.

    Heißt also ne Mahnung schreiben oder rechtliche Schritte einleiten? Und was ist wenn das viele Leute machen, also bezahlen und Bezahlung zurückziehen? Dann wäre es vielleicht doch besser PayPal oder so als Zahlungsmöglichkeit gar nicht erst anzubieten? 😅

    Du kannst allerdings die Domain sperren (z.B. Nameserver auf 127.0.0.1 einstellen...)

    Netcup haftet nicht dafür und du bleibst auf den Kosten sitzen, es sei denn, sie räumen dir Kulanz ein.

    Naja, sperren bringt mir ja auch nicht viel. Zwar hat er dann keinen Zugriff auf die Domain, aber nen finanziellen Schaden hat er trotzdem verursacht.

  • Ist halt die Frage, was du dann überhaupt noch als Zahlungsmittel akzeptieren willst. Am besten nur noch solche, die man nicht widerrufen kann. Also Überweisungen. Und erst freischalten, wenn das Geld auf deinem Konto ist. Ansonsten könnte er ja auch per Überweisung bestellen und einfach nicht überweisen. Dann wärst du auch nicht besser dran. Die nächste Frage ist dann halt, wieviele Kunden dich das kostet. Kommt halt drauf an, welche Art Kunden du hast. Bekannte/ Verwandte/Vereine oder ob du grundsätzlich alle als Kunden akzeptierst. Falls du alle, auch dir unbekannte, Kunden bedienst, musst du damit rechnen, dass sowas passieren kann und du Mahnungen schreiben und notfalls rechtliche Schritte einleiten musst - oder halt mit den Verlusten leben.

  • Und was ist wenn das viele Leute machen, also bezahlen und Bezahlung zurückziehen? Dann wäre es vielleicht doch besser PayPal oder so als Zahlungsmöglichkeit gar nicht erst anzubieten?

    Dann hast du im Screening deiner Kunden versagt, und ab einem gewissen Punkt ist es halt für dich schädigend.

    Dagegen kann man sich mit Kundenscreening und Factoring schützen.