Fragen zum Partnerprogramm - Negative Provision?

  • A propos Pflichten und fordern: ist es nicht bereits gesetzlich geregelt dass man bei Reseller-Geschäften auf etwaige Provisionen auf der Webseite hinweisen muss? Dazu konnte ich im Impressum und auch sonstwo leider nichts finden...

    Ad gewerblich: netcup differenziert sehr wohl zwischen „gewerblichen Kunden“ und solchen, die es nicht sind, und behandelt sie in der Folge auch nicht gleich. Auch ist auch im CCP nur die Rede von Gutschriften, nicht von Forderungen - wie auch in den zuvor genannten Bedingungen:


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    Die bisherige konstruktive Kritik bestand bis jetzt darin, dass

    * die Partnerbedingungen nach dem Abnicken im CCP nicht mehr ersichtlich sind und sie nicht in den AGB nachzulesen sind;

    * das Werbeversprechen zum Partnerprogramm im Wiki gerade nicht alle Facetten beschreibt;

    * Posten als „garantiert“ ausgewiesen werden, obwohl es sich de facto um bloße Vorauszahlungen handelt;

    * ein Hinweis auf die Möglichkeit von Rückforderungen fehlt;

    * seit der Einführung der stundenbasierten Tarife diese Situation überhaupt erst eingetreten ist, also auch für ältere Teilnehmer eher überraschend passiert ist.


    Ich habe auch nicht kritisiert, dass es so gehandhabt wird, oder, dass ich damit nicht einverstanden wäre, nur, dass die Bezeichnungen geeignet sind, Irrtümer zu begünstigen, was für neue Teilnehmer sicherlich schwerer wiegt und geeignet ist, das Vertrauen zu stören.

    Wie ich aus einzelnen Rückmeldungen schließe, ist die Vorgehensweise durchaus auch für ältere Partner nicht immer klar.


    Bleiben wir also bitte sachlich. Es geht hier um Transparenz und nicht um einen Flame.


    Im übrigen sind aufmerksame Leser klar im Vorteil. ;)

  • Posten als „garantiert“ ausgewiesen werden, obwohl es sich de facto um bloße Vorauszahlungen handelt;

    Die Auszahlung dieses Postens ist (bezogen auf die konkrete Rechnung) garantiert, da der Kunde diese Rechnung bereits bezahlt / bearbeitet hat. Die Auszahlung ist daher nicht mehr vom Kunden abhängig, sondern kann jederzeit von dir angestoßen werden. Von einer zukünftigen Rechnung / Erstattung ist hier natürlich nicht die Rede, d.h. dort kann ein negativer Posten deine Auszahlung wieder nichtig machen. Du verstehst das "garantiert" also wohl anders als es gemeint ist, aber eine Falschaussage ist das meiner Meinung nach nicht. Eher ein Interpretationsproblem.


    Alle anderen Anmerkungen kann ich durchaus nachvollziehen. Ich denke das Partnerprogramm muss nicht unbedingt umgestrickt werden, sondern es fehlen eher ein paar erklärende Sätze.

  • Die Auszahlung dieses Postens ist (bezogen auf die konkrete Rechnung) garantiert, da der Kunde diese Rechnung bereits bezahlt / bearbeitet hat. Die Auszahlung ist daher nicht mehr vom Kunden abhängig, sondern kann jederzeit von dir angestoßen werden. Von einer zukünftigen Rechnung / Erstattung ist hier natürlich nicht die Rede, d.h. dort kann ein negativer Posten deine Auszahlung wieder nichtig machen. Du verstehst das "garantiert" also wohl anders als es gemeint ist, aber eine Falschaussage ist das meiner Meinung nach nicht. Eher ein Interpretationsproblem.

    janxb ich verstehe das schon richtig:


    Aber versteht das auch ein durchschnittlicher Normadressat? Oder wäre die Klausel mitunter überraschend?

    Auch spreche ich nicht von den Kunden, die netcup als gewerblich ansieht, wo schon nach HGB ganz andere Maßstäbe gelten.


    Wie geschrieben, sehe ich eine Diskrepanz zwischen Werbeversprechen (wiki), Programmbedingungen und Beschreibungstexten im CCP und gelebter Praxis. Diese Situation ist aber gewachsen, denn vor der Einführung stundenbasierter Abrechnung waren diese Fälle sicherlich in der Minderheit.


    Auf der anderen Seite ist das Anstoßen der Zahlung, so, wie Du schreibst, eine Aktion die, wenn jemand den Du geworben hast ebenfalls Partner ist, dann eine Auszahlung erwirken kann, auf die Du wiederum keinen Einfluss hast (gilt auch als Umsatz, oder?).


    Auch für netcup selbst kann das unerwünschte Ergebnisse nach sich ziehen, denn, wenn eine Rückforderung „garantiert“ ist, aber die Summe nicht sofort ausgeglichen wird, kreditiert netcup die Schuldsumme, was in der Theorie auch die Gemeinkosten anhebt. Ob sich das statistisch auswirkt, ist die andere Frage. Wäre es so, würden die Produkte für alle teurer, was allerdings dann wieder auf die Preisspirale zurück wirken kann. Allerdings habe ich sowieso den subjektiven Eindruck, dass der Eigentümer mittelfristig von Billig-Image etwas wegkommen möchte.


    Im übrigen wären neutrale Bezeichnungen im CCP durchaus angebracht: Abrechnen/Saldieren statt „Provision auszahlen“. „zu verrechnender Vorschuss“ statt „garantierte Posten“ - in etwa. Das würde helfen, Missverständnisse auch bei neuen Partnern von vornherein auszuschließen. Ältere Partner wissen ja sowieso, wie der Hase läuft.