nested virtualization in Root/Vserver G7 nun möglich?

  • Hallo,


    ich verfolge nun schon länger das Forum hier, weil ich demnächst meinen VServer (bei einem anderen Anbieter) endlich loswerden möchte und hier her umziehen will.


    Nun gibt es ja die neue Generation der Root/VServer und da stellt sich mit die Frage, ob bei der neuen Generation nested virtualization nun aktiv ist.

  • Zur Info an alle, die hier eventuell noch mal reinschauen sollten: Die von Felix genannte Erweiterung kostet (zumindest laut meiner Support-Anfrage) 2€ pro Monat pro Kern. Mindestvertragslaufzeit wird an den Server angepasst.

  • Hallo janxb,


    hast du zufälligerweise diese Option gebucht und auch mal eine Vollvirtualisierung (KVM) auf einen virtuellen KVM-Server getestet?


    Gruß
    Andreas

  • Ich habe die Option seit heute Nacht endlich gebucht und bin gerade am Einrichten eines KVM-Hostsystems. Ein Test-Gastsystem hat zumindestens schon einmal erfolgreich eine ISO gebootet, das habe ich über eine getunnelte VNC-Verbindung schon kontrolliert.


    Ansonsten ist alles unverändert zu regulärer Hardware. Maximal die Netzwerkkonfiguration ist unterschiedlich, weil Du sicher nicht eth0 o.ä. bridgen willst… ;-)



    MfG Christian

  • Hallo killerbees19,


    >> Ich habe die Option seit heute Nacht endlich gebucht und bin gerade am Einrichten eines KVM-Hostsystems.


    auf was für einen KVM-Server hast du KVM installiert?


    Was mich primär interessieren würde, ist die Performance des KVM-Servers in einem netcup KVM-Server. Wie geschmeidig läuft ein oder laufen auch mehrere KVM-Server in einem netcup KVM-Server?


    Derzeit setze ich auf meinen KVM-Server OpenVZ 7 ein und bin damit auch sehr zufrieden, was die Performance angeht.


    Gruß
    Andreas

  • auf was für einen KVM-Server hast du KVM installiert?


    Auf dem aktuellen Aktionstarif: Root-Server 2000 Plus « netcup Sonderangebote


    Mehr zur Performance kann ich Dir erst sagen, wenn alles halbwegs eingerichtet ist. Bis dahin teste ich selbst erst diverse Sachen aus, wie ich das Setup gestalte. Ich würde da aber keine Probleme erwarten, da der Overhead vernachlässigbar ist. Bei mir wird es zwei alte Linux-VServer Setups auf netcup Servern ersetzen. Und ich kann endlich direkt VMs von zu Hause auf den Server transferieren und umgekehrt. Im Moment richte ich mir eine Bridge für ein Tap Device ein, das DHCP und DNS über den Host bekommt. Ins Internet wird dann über ein NAT geroutet, außer bei IPv6, da gibt es öffentliche Adressen aus dem /64.



    MfG Christian

  • Hallo killerbees19,


    >> Im Moment richte ich mir eine Bridge für ein Tap Device ein, das DHCP und DNS über den Host bekommt. Ins Internet wird dann über ein NAT geroutet, außer bei IPv6, da gibt es öffentliche Adressen aus dem /64.


    Das liest sich ja schon mal positiv und so als würde zu mindestens schon mal tatsächlich ein KVM-Server in einem netcup KVM-Server laufen.


    Das Angebot "Root-Server 2000 Plus" habe ich mir gestern auch bestellt und habe darauf auch gleich mit OpenVZ 7 installiert. Die OpenVZ-VMs laufen darauf extrem geschmeidig.


    Gruß
    Andreas

  • Fall es jemanden interessiert: Mittlerweile laufen vier VMs fix, eine weitere ist in Planung und 1-2 dienen sporadischen Tests. Nachfolgend ein Unix Bench meines VMX-Setups (libvirt/qemu-kvm; Debian 8 in Host + Gast) auf einem RS2000 Plus (SAS) von netcup. Meine eigenen Gastsysteme verwenden derzeit keine dedizierten Kerne. Hugepages (2048 KB) sind aktiviert, es ist 1 GB Ram und nur eine sehr kleine HDD zugewiesen. 1 vCore, in den anderen VMs war nur die übliche Grundlast inkl. Munin-Node aktiv: Score 1384 – mit deutlicher Last in den anderen VMs wurde der Wert kaum schlechter. Ob man ihn noch besser hinbekommt, müsste man schauen.



    MfG Christian

  • 2 vCores (teilweise mit CPU-Pinning) haben im Gastsystem bisher keine Verbesserung gebracht, ganz im Gegenteil. Aber vielleicht hantiere ich da mit den falschen Parametern, das habe ich bei libvirt/KVM noch nie gebraucht. Tipps in diese Richtung sind jederzeit willkommen. Prinzipiell brauche ich mehrere vCores eh nicht und plane das auch nicht einzusetzen. Mit der Single-Core Leistung in der VM bin ich vollkommen zufrieden.


    Dafür ist der Test vom Hostsystem fertig, mit einem Load von 22 :D


    Falls noch etwas vom Host gewünscht ist, bitte melden. Ansonsten lösche ich den Useraccount für UnixBench morgen wieder. Die Test-VMs bleiben eh bestehen.



    MfG Christian

  • KB19
    Vielen Dank für deine Messungen, die doch recht gut aussehen.


    Auf einer OpenVZ 7 VM auf einem KVM-Server habe auch mal diesen Test durchlaufen lassen und bekam folgende Werte:



    Schaut man sich die Messung mit nur einem vCore an, so sieht das Ergebnis von dir mit einem Score von 1290 gegenüber dem von mir gemessenen Score von nur 879 weitaus besser aus.


    Aber bei 4 vCores kommt dann auch die OpenVZ 7 VM mit einem Score von 1946 so richtig in Fahrt.

  • Hast Du es zum Vergleich auch einmal direkt auf dem Host getestet? Wäre interessant.


    Ich nehme mal an, dass es dir beim Vergleich in erster Linie um den Overhead von OpenVZ geht.


    Bei OpenVZ kann der Overhead vernachlässigt werden, da es vereinfacht ausgedrückt auch nur ein besseres chroot ist, in dem die einzelnen Dienste wie in einzelne Sandkisten voneinander getrennt werden. Beim Performancetest muß nur darauf geachtet werden, daß die einzelnen Limits der Test-VM komplett aufgehoben werden.


    Für die meisten Nutzer dürfte es aber viel wichtiger sein, daß die Performance der eigenen VM auf dem eigenen virtualisierten Host so einigermaßen stimmt bzw. zufriedenstellend ist. Denn das Performanceergebnis auf dem eigenen virtuellen Host wird aufgrund der unbekannten Anzahl weiterer Kunden und deren Aktivitäten auf dem Host des Providers dementsprechend auch schwanken, was natürlich auch bis zur eigenen VM sich bemerkbar machen wird. Von daher macht es auch keinen Sinn, einen Vergleichstest zur Bestimmung des Overheads von OpenVZ durchzuführen, da im Extremfall sogar der direkte Performancetest auf dem virtuellen Host, der im Normalfall dann als Referenzwert angesehen werden soll, aufgrund genannter Probleme sogar schlechter ausfallen kann.
    Anders sieht es natürlich auf einem dedizierten Server aus, den man nur für sich exklusive nutzt. Auf Diesen wird der Performancetest im Idealfall immer gleich ausfallen.