Angebotsberatung

  • Hey, ich möchte gerne eine eigene Mail/OnlineSpeicher/Kalender/Adressbuch-Lösung für mich und meine Familie aufsetzen. Also weg von Google und MS (nutze OneDrive/Office/Google Calendar und Contacts/eigtl alles was so ins Google und MS Universum gehört...).


    Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher ob das WebHosting Angebot dafür das richtige ist, da ich hier im Forum schon gelesen habe, dass man da Glück oder auch Pech haben kann, wenn man zum Beispiel mit Nextcloud arbeitet (worauf es nach aktuellen Stand hinauslaufen wird).


    Das Groupware Angebot deckt - soweit ich das verstanden habe - nicht das ab, was ich gerne möchte.


    Bleibt am Ende ein vServer (oder root Server).


    Oder ist ein kombiniertes Angebot sinnvoll? Der vServer + Storage.


    Ich fange gerade an mit der Thematik, aber möchte nicht gleich blind drauf loslegen.


    An Onlinespeicher "verbrauche" ich derzeit ca. 130GB, wobei das - hauptsächlich - mit täglichen Foto Backups anwächst.


    :?:Fragen über Fragen :)


    Habe ich etwas vergessen?


    Ich bin für jeden sinnvollen Hinweis dankbar.


    Gruß

    Angelo

  • Oder ist ein kombiniertes Angebot sinnvoll? Der vServer + Storage.

    Hier stellt sich erstmal die Frage, inwiefern du fachlich in der Lage bist, diesen zu administrieren. Das ist nämlich kein Kinderspiel, da die Server unmanaged sind und du die volle Verantwortung trägst. Hier sollte man schon ein bisschen Erfahrung mitbringen, sonst gerät man schnell in Probleme - im Endeffekt musst du ja dann selbst gewährleisten, dass deine Daten sicher dort liegen. Das für Unerfahrene m.E. eine ziemliche Bärenaufgabe.



    Eine mögliche Idee, die ich hätte, wäre die Kombination aus einem Groupware Bundle von Netcup für Mail/Kalender/E-Mail und eine hosted Nextcloud eines anderen Anbieters als Storage. Das ginge auf jeden Fall.


    Wobei ich an sich eigentlich empfehlen würde, Nextcloud erstmal in einem Webhosting auszutesten. Es gab länger Probleme, das ist richtig, aber vom Gefühl her liest es sich hier im Forum immer öfter so, als ob es akzeptabel im Webhosting läuft. (Da kann ich aber leider keine eigenen Erfahrungen beisteuern, ich betreibe Nextcloud selbst nur auf unmanaged Servern.) Und ich meine im Zweifel hast du ja dann bei Webhosting von Netucp immer noch die Zufriedenheitsgarantie in den ersten 30 Tagen... :)

  • Hey, danke für die schnelle Antwort.


    Ja da hast du recht, das man da das fachlich Wissen für benötigt, bevor man da ein offenes Scheunentor hinterlässt.


    Dein Vorschlag für ein Bundle klingt sehr interessant.


    Prinzipiell traue ich mir das zu. Technisch versiert bin ich auch, arbeite seit mehrere Jahren als Softwareentwickler in verschieden Bereichen, aktuelle in der Firmwareentwicklung für Router.


    Ich habe bei netcup ja schon einen kleinen vServer für Spielereien in Verbindung mit meinen Raspberrys&Co.


    Es gibt ja auch vorgefertigte Images für die vServer, passend auch eins mit Nextcloud. Zusätzlich habe ich entdeckt, dass es möglich ist zusätzlichen Speicher zu buchen.


    Sicherlich hat ein managed Server seine Vorteile, aber mich reizt ja auch das alles selber zu machen. Wobei da ja auch aufgepasst werden muss, da dass ein System zum 'arbeiten' sein soll und nicht zum spielen...

  • Es gibt ja auch vorgefertigte Images für die vServer, passend auch eins mit Nextcloud.

    Von Fertigimages möchte ich dir abraten. Diese sind oftmals nicht gut abgesichert und du weißt vor allem nicht, wie da alles eingerichtet und konfiguriert wurde... spätestens wenn du selbst Hand anlegen möchtest, treten dir da die Fragezeichen in die Augen.


    Ich habe selbst einige Kunden, denen ich einen "durchgehärteten" RS mit Nextcloud hingestellt habe, jedoch haben die dazu auch immer ein Handbuch von mir bekommen, wo explizit drin steht, was ich verändert habe und warum ich gewisse Dinge halt gemacht oder auch nicht gemacht habe. Das ist auch so ein grundsätzliches Ding, sowas gebe ich nie ohne Doku raus. Alles andere würde mein Gewissen da gar nicht zulassen. ^^


    Zusätzlich habe ich entdeckt, dass es möglich ist zusätzlichen Speicher zu buchen.

    Kann man, aber das ist dann ein NFS Volume auf einer großen NetApp bei Netcup. Das bedeutet so viel, wie dass du den Storage nicht auf Blockebene verschlüsseln kannst. Höchstens auf Filesystemebene, aber das geht dann ordentlich auf die Performance.


    Einen managed Server halte ich irgendwie für Overkill und für zu teuer für diesen Anlass. Ich glaube wie gesagt, dass du wirklich mal dein Glück in einem Webhosting versuchen solltest. :)

  • Hi,

    also wenn du soweit Ahnung von Linux Server Management hast und weißt wie man diesen grundlegend Absichert, dann würde ich dir einen VServer empfehlen.


    Du könntest hier das Nextcloud Docker-Image und Mailcow Docker verwenden, was einfach zu managen und Leicht hi updaten ist. Ich selbst verwende die Mischung aus Mailcow (Mails, Kalender, Kontakte, Notizen) und Nextcloud (Dateien). Mit OnlyOffice könntest du auch direkt online Dokumente bearbeiten (vorausgesetzt dein Vserver ist ‚gut’ genug).

  • Soweit ich weiß, bist du beim Webhosting mit Nextcloud uploadmäßig ein bisschen gebremst was die Maximale Größe der Datei betrifft (soweit noch aktuell?)

    Jupp, dies wird durch die gesetzten PHP Limits des jeweiligen Webhostingpakets reglementiert. Durch den Desktop Client von nextcloud wird dies meines Wissens jedoch umgangen.

  • Du kannst ja mal nach SaaS für nextcloud suchen. Es gibt da Angebote deutscher Firmen ab 10,67€ mit 250GB Speicher und unbegrenzten Nutzern. Würde ich ohne Erfahrung mit Serveradministration nutzen.

    (Musste mich dazu vor kurzem mal ausführlich informieren als es um selfhosting vs cloudhosting und mit/ohne SaaS für nextcloud ging. Kunde hatte mehr oder minder verlernt sich um Hardware zu kümmern. Grund gegen den Anbieter dort war ein Aufpreis von 70€ falls du einen eigenen LDAP via VPN statt direkt anbinden willst.)

  • Jupp, dies wird durch die gesetzten PHP Limits des jeweiligen Webhostingpakets reglementiert. Durch den Desktop Client von nextcloud wird dies meines Wissens jedoch umgangen.

    Alle offiziellen Clients (auch über die Weboberfläche) zerstückeln Uploads in 10 MB Pakete. Man kann also bei einem PHP Upload-Limit von z.B. 128 MB problemlos 10 GB große Dateien hochladen. Ein Blick in die Netzwerkanalyse in den Entwicklertools des Browsers offenbart das sehr gut.

    VPS 500 G8 Plus | VPS Karneval 2020 | Webhosting EiWoMiSau


    Dieses Gebäude hat mir die Vorfahrt genommen! *hup*

  • Alle offiziellen Clients (auch über die Weboberfläche) zerstückeln Uploads in 10 MB Pakete. Man kann also bei einem PHP Upload-Limit von z.B. 128 MB problemlos 10 GB große Dateien hochladen. Ein Blick in die Netzwerkanalyse in den Entwicklertools des Browsers offenbart das sehr gut.


    Das ist auch mein letzter Stand, habe ich gerade auch nochmal getestet:

    nc-upload.jpg