SMTP-Relay-Server, bzw Smarthost

  • Hallo Netcup-Forum,


    bin zwar schon seit 2016 bei Netcup, habe bis jetzt aber kein Problem oder Fragen gehabt, die ich klären wollte.

    Kurz zu meiner Person, ich bin ITK-Dienstleister und betreue einige Kundensysteme im Bereich ITK, speziell Server,

    Clients und NAS-Systeme.


    Aufgrund einer in die leere laufende Diskussion mit dem Support, wollte ich mich hier zu dem Thema Mail-Relay-Server

    bei Euch erkundigen.


    Problem:

    Vor ein paar Monaten versagte der Mailversand bei einem meiner Kunden von heute auf morgen. Dieser Kunde war

    vorher über 5 Jahre bei HostEurope. Zu dieser Zeit habe ich ihm eine Synology-NAS als Mailserver eingerichtet, da seine

    Internetanbindung grausam war und er viele Mails auch nur intern versendet hat. Dieser Mailserver wurde als Relay-Server

    eingerichtet, so dass der Versand der Mails über ein Konto xyz@meinedomaen.de erfolgte. Es war egal, von welchem Konto

    versendet wurde, authentifiziert hat sich der "SMTP-Account" immer über diese Mail. Hat alles super geklappt. Dann ist

    der Kunde auf mein Anraten hin zu Netcup umgezogen. Dort richtete ich das gleiche System wieder ein und auch hier klappte

    das auch sauber und fehlerfrei. Dann kam der besagte Tag X und der Versand klappte nicht mehr. Immer wieder Auth.-Fehler,

    spricht Konto abgelehnt. Der Support wollte mir dann weiß machen, dass das noch nie geklappt haben kann. Tja, 6 Monate

    sprechen aber eine andere Sprache. Nach einer endlosen Diskussion kam ich dann im Wiki auf die Einstellung zum Smarthost

    https://www.netcup-wiki.de/wiki/Email_als_smarthost Auch wenn mir dieses System nicht vertraut war, habe ich das so umgestellt

    und es funktioniert. Ich benutze nun anstatt die xyz@meinedomaen.de nun die smarthost@meinedomaen.de. Empfindlicher

    Nachteil ist jetzt aber nur, dass ich auf diesem Konto Tonnen an Spammails oder falsch adressierte Mails erhalte, anstatt

    das diese abgewiesen werden und ich sukzessive die Mails prüfen oder löschen muss. Für mich ein ganz klarer Rückschritt

    und auch nicht nachvollziehbar.


    Frage:

    Hat jemand eine solche Konstruktion im Einsatz und einen besseren Weg?


    Viele Grüße und danke im Voraus,


    Michael

  • Hay,

    Die falsch adressierten Mails

    damit sind vermutlich Mails gemeint, welche an die Domain falsch adressiert waren (spam aufgrund geratener Empfänger), also an dummdreist@kundendomain.tld, wobei dummdreist nicht als account auf kundendomain.tld existiert - das ist ein Problem bei catchall. Genausogut werden auch schlaunclever@kundendomain.tld akzeptiert, obwohl nur schlauclever (ohne n) akzeptiert und der Absender merkt nichts davon. Noch ein catchall-Problem.


    Leider kann ich nur die Probleme aufzeigen, da ich kein Webhosting habe, sondern einen root-Server, mit dem solche Schwierigkeiten lokal nicht auftreten (vorausgesetzt, der Server und der DNS sind richtig konfiguriert).


    Ich würde allerdings das relay-Dinges vermeiden. Alternativ dort einen kompletten mx aufzusetzen und die mx-records des DNS-Eintrages auf die Synology-Box zu setzen. Der Hinweis ist freilich nur sehr oberflächlich...


    CU, Peter

  • Hallo,


    der bessere Einsatz ist natürlich kein Catch-All bereit zu stellen.

    Vorher war das Postfach nur über eine Adresse zu erreichen? Ist das richtig?


    Catchall wird hier nur missbraucht um für mehrere Adressen E-Mails in das System zu bekommen (inbound).

    Wenn also vorher inbound nur die xyz@example.com vorgesehen war - so deaktiviere bitte catchall.


    Ich habe für mein Monitoring ein Smarthost als lokalen MTA laufen, der alle sendmail Aufrufe einsammelt und per SASL Auth an Google weiterleitet.


    Wenn es deine Fähigkeiten zulassen, kannst du natürlich auf einen Server mieten und darüber den Mailbetrieb abwickeln.


    Ich denke der Support bezieht sich bei dir auf Inbound-Probleme (Netcup -> Mailrelay / Postfach) während du Outbound Probleme hast (Relay -> Netcup)