Migration von IMAP Postfächern

  • Hallo zusammen,


    ich würde gerne eine Website samt IMAP-Accounts von 1&1 zu Netcup ziehen.


    Wie ist dies am besten zu gewährleisten ohne große Ausfallzeiten und vor allem ohne Datenverlust?


    VG

  • Wo liegen die zugehörigen Domains jetzt (1&1?) und wo sollen sie hin (netcup?) ?

    Mit ein paar Stunden Ausfallzeit würdest du in dem Fall wohl leben müssen. Denn ab dem Moment, wenn die Domain umgezogen wird, wird dir 1&1 die Mailboxen zwar nicht löschen (nur umbenennen), aber es werden ab da keine Mails mehr angenommen bei 1&1 und auch Weiterleitungen funktionieren dann nicht mehr. Ein vernünftig konfigurierter SMTP-Server macht allerdings mehrere Zustellversuche, so dass normalerweise keine wichtigen Mails verlorengehen werden, eher vielleicht ein paar Spam-Mails.


    Und erst wenn die Domain umgezogen ist, wirst du hier die neuen Postfächer anlegen können.

  • Ich sichere meine Mails immer mit dem Programm Mailstore Home. Dieses kann auch IMAP Konten wiederherstellen. Entweder man lässt damit dann die Mails wieder hochladen oder man bindet eine Exportdatei direkt in z.B. Outlook ein.


    Du kannst auch altes Konto und neues Konto parallel ins Email Programm einbinden und dann per Drag & Drop die Mails verschieben. Kommt natürlich auch immer auf die Anzahl der E-Mails an.

  • Der Source-Code ist frei verfügbar (https://github.com/imapsync/imapsync), sodass du es auch gratis nutzen kannst (mit dem Zusatzaufwand von kompilieren, make und co)

    imapsync nutze ich auch immer wieder sehr gern. Es ist aber nicht nötig selbst zu kompilieren: https://imapsync.lamiral.info/dist/


    Siehe dazu auch https://github.com/imapsync/im…72#issuecomment-503489749

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    Dieses Gebäude hat mir die Vorfahrt genommen! *hup*

  • Hallo,


    ich habe sehr gute Erfahrung damit gemacht, die Domain zunächst als externe Domain bei netcup einzubinden. Zunächst aber OHNE die MX-Einstellungen der Domain zu verbiegen. Dann kannst Du bei netcup die E-Mail-Adressen schon mal anlegen und mit imapsync synchronisieren. Dann MX umbiegen und es landet fortan alles schon mal im netcup-Postfach. Jetzt Domain zu netcup umziehen.

    Das dürfte die Ausfallzeiten minimieren.

    Gruß,

    Alex

  • Und du kannst die Domain zu netcup umziehen, auch wenn sie bereits als externe Domain eingebunden ist und Postfächer dafür existieren? Und dabei wird auch das bereits angelegte Postfach übernommen? Das wäre cool und sehr praktisch.

  • Ja, da steht aber "aus Root-Server Sicht". Ich traue dem Plesk im Webhosting da nicht von der Wand bis zur Tapete. Wenn das erst die externe Domain löscht und dann die Domain als Inklusivdomain wieder anlegt, dann sind die Mails möglicherweise weg. Ebenso, wenn die Domain als zusätzliche Domain zu netcup umgezogen wird. Danach ist sie dem Webhosting erst mal nicht zugeordnet und die externe Domain wird dann wohl auch gelöscht und mit ihr die Postfächer und Mails. Im Plesk Webhosting gibt es kein Postfach ohne E-Mail-Adresse und keine E-Mail-Adresse ohne Domain. Und wo kein Postfach, da auch keine gespeicherten Mails.


    Bei meinem anderen Hoster ist das etwas entspannter, weil da die Postfächer unabhängig von Mailadressen sind und existieren können, auch wenn sie von keiner E-Mail-Adresse benutzt werden. Dafür kann ich ohne Supportunterstützung eine bereits extern aufgeschaltete Domain dorthin gar nicht umziehen. Mein Fazit nach drei Umzügen mit teilweise "netten" Überraschungen war jedenfalls, dass ich wichtige Domains mit E-Mail-Adressen zukünftig bei einem Registrar liegen lasse, sie da, wo sie gerade gebraucht werden, als externe Domains benutze und sie nur umziehe, wenn es gar nicht anders geht. Das bedeutet natürlich auch, dass ich Webhostings ohne externe Domains nicht besonders mag oder jedenfalls nicht mit den "wichtigen" Domains benutze. Dem Webhosting Bestprice Classic sei die "fehlende" kostenlose externe Domain angesichts des sehr günstigen Preises verziehen.

  • Ok. Das heisst dann vorsichtshalber mal kurzfristig E-mail accounts auf schon bei netcup bestehender domain anlegen, rüberkopieren, dann domain umziehen, E-Mails wieder anlegen und zurückkopieren...

    Ist halt mehr Aufwand, dürfte die downzeit aber trotzdem gering halten, da ja sofort wieder empfangen werden kann, zumal kein IP-Wechsel erfolgt, der erst propagiert werden müsste.


    evtl kann ja von netcup dazu wer was sagen, ob/wie das läuft.