System Backup ohne Snapshot?

  • Moin,


    ich möchte bevor ich endlich mal Debian Stretch auf Buster Update ein Backup machen und stehe das erste mal vor einem OS Upgrade ohne den server zu wechseln. (Problem: da könnte ja was schief gehen)


    Wie würdet ihr das am besten machen? reicht ein Rsync des Systems als Snapshot, bzw. ist das zuverlässig?



    Wir haben eine 2TB Festplatte, davon 900GB belegt. Ein kompletter Snapshot des Dateisystems scheint mir wie mit einer Kanone auf Spatzen zu schiessen und kostete das letzte mal viel Zeit (Vorteil, mit einem Klick alles wieder da = okay.. dauert aber bestimmt einige Stunden? )


    Die wichtigen Daten werden schon auf einen Storage gesichert. Das Betriebssystem ist ja an sich nicht so Riesig. Das system habe ich mir schon mit Rsync auf mein NAS gezogen und wollte das mal testweise in Qemu holen um das Update einmal simuliert durchzuspielen.


    Solang das System hochfährt bekomme ich das schon geregelt, aber ich woltle mich vorher mit dem "Was wäre wenn" beschäftigen. :)

  • ...dauert aber bestimmt einige Stunden?

    Denke ich nicht. Der snapshot selbst dürfte m.E. deutlich schneller angelegt sein. (Sofern offline-snapshot, bei heruntergefahrenem Server) Nur ein Export und Download wird merklich länger dauern.

    So wie ich dich verstanden habe, geht es ja nur darum ein Backup in der Hinterhand zu haben, falls das OS-Upgrade schiefgeht? Da würde ich persönlich durchaus den snapshot wählen. Den muss man ja in diesem Fall nicht unbedingt herunterladen.

    Ich würde allerdings immer einen offline-snapshot wählen. Nicht nur weil er schneller angelegt ist, sondern auch weil man sich bei einem snapshot im laufenden Betrieb nie völlig sicher sein kann, was die Datenkonsistenz angeht.

  • Jo, danke stimmt schon.


    Dann werde ich das wohl so machen.


    Ich ziehe seit dem ich vorhin die Frage gestellt habe in Erwägung das System auf einen neuen RS umzuziehen, da dieser schon 5 Jahre oder älter ist. Da könnte man noch recht relaxed das System optimieren, Scripts etc. auf das neue System anpassen und alles überprüfen.


    Da hat man dann nur die 24 Stunden für den IP Wechsel als Ausfall, bzw. da gibts dann noch Fail Over IP.

  • ich sichere so


    in dateien loggen:

    Code
    dpkg -l
    ps ax

    mit tar sichern und remotespeichern:

    Code
    obige dpkg-/ps-logs
    alle userverzeichnisse & /root (exkludiert der üblichen eh' gesicherten daten)
    /boot
    /etc
    /opt
    /var
    /aquota*

    dann upgraden.

    »Hauptsache BogoMIPS!«

    Fleischfresser

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  • Da hat man dann nur die 24 Stunden für den IP Wechsel als Ausfall..

    Auch das wird in der Regel sehr viel schneller gehen.

    Stelle einfach die TTL in den DNS-EInstellungen rechtzeitig vor dem Wechsel auf einen kleineren Wert runter. (z.B. auf 600)

    Ich wechsele öfter mal die IPs zu einer domain und in der Regel ist das dann in maximal einer halben Stunde durchpropagiert, meist schon in wenigen Minuten.

  • Buster ist übrigens selbst schon EOL. Du musst zwar in Einzelschritten durch die Versionen gehen, aber wenn du schon mal dabei bist, würde ich empfehlen, danach gleich zu Bullseye und Bookworm weiter zu gehen. Ich habe dazu immer Snapshots im SCP gemacht, aber gebraucht habe ich sie nie. Debian hat genaue Anleitungen, was bei jedem Update zu beachten ist. Wenn man nicht völlig ahnungslos ist, kann eigentlich nichts schief gehen, das man nicht wieder hinkriegen könnte. Beim Update auf Bookworm hat's bei mir `systemd-timesyncd` geschmissen, weil das jetzt ein eigenes Paket ist, aber sonst ist nichts unerwartetes passiert.