e-Mail Weiterleitung vServer

  • Hallo,

    ich bin dabei mit meinem vServer umzuziehen. Eine Funktion, die ich benötige, ist die e-Mail-Weiterleitung. Bei meinem alten vServer hatte ich dazu Kunden in Froxlor eingerichtet, und dort die e-Mail Adressen mit der Weiterleitung eingetragen (zumindest glaube ich, dass es so war). Das gleiche habe ich hier versucht: Die alte Domain auf den neuen Server zeigen lassen, gewartet, dann meine Domain in Froxlor einem Kunden zugewiesen, für diesen Kunden die e-Mail Adressen mit der Weiterleitung hinterlegt.


    Soweit sieht alles gut aus. Nun gibt es keine Fehlermeldung, wenn ich eine e-Mail an mich schicke, aber weitergeleitet wird auch nichts. :(


    Der einfachste Test den ich kenne ist eine Verbindung mit telnet auf Port 25. Hier bekomme ich ein


    Trying meineIP

    Connected to mail.meineDomäne

    Escape Character is '^['


    und das war es. Ich hätte hier noch 220 ESMTP Service Ready erwartet.


    Gibt es irgendwo eine Anleitung für das Einrichten einer Weiterleitung? (ich will hierüber keine Mails senden, sondern nur empfangen).


    Vielen Dank

    Leo

  • Hay,


    und das war es. Ich hätte hier noch 220 ESMTP Service Ready erwartet.


    ja, ungefähr so. Mein (dedicated) root Server meldet sich mit 220 pkleemann.de ESMTP Postfix (Ubuntu)


    Wenn Du Dich per Telnet verbindest, schick mal blind ein HELO mail.deinedomain.tldob der Server überhaupt antwortet oder ob idealerweise eine Rückmeldung mit Code 250 kommt.


    Ich persönlich hatte aber auch so meine Schwierigkeiten mit Foxlor (gerade auch in punkto E-Mail ist es mir nie gelungen; habe dann aber auch sehr schnell komplett entnervt aufgegeben), weswegen ich vor zwei Jahren davon weg bin :)


    CU, Peter


  • Soweit sieht alles gut aus. Nun gibt es keine Fehlermeldung, wenn ich eine e-Mail an mich schicke, aber weitergeleitet wird auch nichts.

    Sagen denn die Logs was dazu? Ich gehe davon aus, du meinst nur, dass während der Telnet Verbindung kein Fehler kommt?

    (/var/log/mail.log oder so..)

    Meine (Netcup) Produkte: VPS 1000 G7 SE, S 1000 G7, VPS 200 G8 Ostern 2019, IPs, Failover..

  • Hay,

    vielen Dank für die Idee, aber auch auf HELO kommt keine Rückmeldung. Würdest du dann eher alles von Hand konfigurieren?

    nun, aus meiner Sicht läuft da dann vermutlich auch nichts. Da ich sehr schnell von Froxlor losgelassen habe (u.a. auch weil der Support überhaupt nicht toll ist), bin ich auf Plesk, denn ich wollte nicht alles manuell machen - was aber im wesentlichen eine finanzielle Entscheidung ist, denn Plesk kostet monatlich Geld und das habe ich mehr als Zeit um mich damit zu beschäftigen. Ich habe mehrere Kunden auf meinem Server, wenn ich alleine wäre, wäre das händische Setup durchaus eine Alternative für mich.


    Mir kommt aber gerade die Idee, ob hier vielleicht eine Firewall reinspielt - d.h. rein lässt er Dich, aber raus verwirft er alle Pakete. Und ich würde überprüfen, was überhaupt an dem Port hängt (netstat -tulpn|grep ":25").


    Kann/muß man vielleicht bei Froxlor einen MTA auswählen oder explizit aktivieren? Welcher ist da eingetragen? Nur mal so ein paar Fragen um weiter zu forschen :D


    CU, Peter

  • Leider hat Froxlor sehr stark nachgelassen. Eigentlich hatten wir Hofnung nachdem es doch noch mit SysCP weiterging.

    Wenn du eine Oberfläche brauchst (ich finde das auch praktisch), schaue dir einmal ISPConfig an. Das ist aber umfangreich und bietet einiges an Funktionen. Es wird auch derzeit der Wechsel zu rspamd vorbereitet.

    Für Mailserver wäre vielleicht Modoboa eine Lösung.

  • Für Mailserver empfehle ich sehr gerne Postfix Admin. Wenn man nicht alles händisch machen möchte und ein Selfservice für User benötigt.


    Wenn eine andere Kombination als Postfix/Dovecot eingesetzt wird, könnte es damit zwar auch funktionieren, aber offiziell unterstützt wird es halt nicht.


    Wenn Du etwas zur Verwaltung von typischen Webspace Szenarien inkl. FTP usw. brauchst, ist es natürlich zu wenig.

  • Vielen Dank an alle.


    Der Blick in die logs hat geholfen. Wenn in mail.warn steht:


    Oct 5 08:14:03 v22018101318174459 postfix/smtpd[27588]: fatal: in parameter smtpd_relay_restrictions or smtpd_recipient_restrictions, specify at least one working instance of: reject_unauth_destination, defer_unauth_destination, reject, defer, defer_if_permit or check_relay_domains


    und in main.cf:


    # Postfix 2.10 requires this option. Postfix < 2.10 ignores this.

    # The option is intentionally left empty.

    smtpd_relay_restrictions =


    Dann ist die Standard-Configuration von netcup eher suboptimal. ( http://www.postfix.org/postcon…#smtpd_relay_restrictions : "

    IMPORTANT: Either the smtpd_relay_restrictions or the smtpd_recipient_restrictions parameter must specify at least one of the following restrictions. Otherwise Postfix will refuse to receive mail:" ). Anscheinend sind hier die Sicherheitsstandards hochgesetzt worden. Ich habe mich bei relay_restriction für reject_unauth_destination entschieden.


    Dann war das Verhalten in Ordnung, allerdings klappte die Weiterleitung nicht. Oder besser noch nicht, denn alle Mails von gestern Abend sind jetzt da und jetzt klappt die Weiterleitung auch sofort. Ich hatte Postfix zwar reload, stop und start verordnet, warum es noch eine Nacht drüber schlafen musste, weiß ich nicht.


    Ich werde mir trotzdem Postfix Admin mal anschauen, danke für den Tipp. Webbasiert ist vieles deutlich leichter. :)

  • Leider hat Froxlor sehr stark nachgelassen. Eigentlich hatten wir Hofnung nachdem es doch noch mit SysCP weiterging.

    Wenn du eine Oberfläche brauchst (ich finde das auch praktisch), schaue dir einmal ISPConfig an. Das ist aber umfangreich und bietet einiges an Funktionen. Es wird auch derzeit der Wechsel zu rspamd vorbereitet.

    Für Mailserver wäre vielleicht Modoboa eine Lösung.

    Und genau deshalb mag ich solche Panels nicht. Ist für Anfänger vielleicht ganz praktisch um mal schnell was aufzusetzen. Aber man arbeitet mit einer Blackbox. Man weiß nie so richtig, wie das System konfiguriert ist. Zudem ist man abhängig von der weiteren Entwicklung des Tools. Wenn die Entwicklung irgendwann ins Stocken gerät, steht man da.

    Deshalb ein Appell an alle Anwender: Versteht die Prozesse und setzt so ein System mal auf nem Heimserver auf zum üben. Da kann man auch nichts am Livesystem kaputt machen. Wenn man dann sicher ist, das man die Konfiguration beherrscht, schmeißt das Panel in die Tonne und setzt das System manuell auf. Ist zwar mehr Arbeit beim Aufsetzen, spart aber bei späteren Problemen Zeit bei der Fehlersuche und -behebung, da ihr wisst, wie das System tickt.

  • Hay,

    Und genau deshalb mag ich solche Panels nicht. Ist für Anfänger vielleicht ganz praktisch um mal schnell was aufzusetzen.

    teils-teils. Ich bevorzuge normalerweise auch die Kommandozeilen-Ebene. Aber ich habe auf meinem Server drei Kunden, die Anpassungen ihrer Domains bzw. Anlage/Änderung der E-Mails selbst machen sollen (was aus meiner Sicht noch viel schlimmer ist: sie könnten meine manuelle Arbeit dafür nicht bezahlen 8o) und ich habe eben auch nicht immer Zeit, das mal schnell zu machen.


    Insofern setze ich für diesen Server Plesk ein, was sich von Ausstattung, Möglichkeiten und Flexibilität erheblich von den Opensource-Lösungen abhebt - aber freilich Geld kostet. Ok, man kann nicht alles machen, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Gesamtpaket - ganz im Gegensatz zu z.B. Froxlor, in den wenigen Stunden, in denen ich mich damit beschäftigt habe, gab es so viele "Hä? Was passiert da? Wie bekomme ich das wieder geradegebogen?" wie mit keiner Software bislang. Und wenn Du dann (wie ich auf der Suche nach Hilfe) ins Forum "DES" Entwicklers schaust und wie wenig guten Umgang er mit seinen Nutzern pflegt, dann drehst Du Dich um ohne eine Frage zu stellen und löst die Sache besser ohne ihn ...


    CU, Peter

  • Und genau deshalb mag ich solche Panels nicht. Ist für Anfänger vielleicht ganz praktisch um mal schnell was aufzusetzen. Aber man arbeitet mit einer Blackbox. Man weiß nie so richtig, wie das System konfiguriert ist. Zudem ist man abhängig von der weiteren Entwicklung des Tools. Wenn die Entwicklung irgendwann ins Stocken gerät, steht man da.

    Deshalb ein Appell an alle Anwender: Versteht die Prozesse und setzt so ein System mal auf nem Heimserver auf zum üben. Da kann man auch nichts am Livesystem kaputt machen. Wenn man dann sicher ist, das man die Konfiguration beherrscht, schmeißt das Panel in die Tonne und setzt das System manuell auf. Ist zwar mehr Arbeit beim Aufsetzen, spart aber bei späteren Problemen Zeit bei der Fehlersuche und -behebung, da ihr wisst, wie das System tickt.

    Man sollte schon verstehen was diese Tools machen. Aber gerade auch solche Tools erleichtern einen die Arbeit. Diese sind auch weniger für den Endanwender (wobei die meisten auch ein Frontend für diesen mit anbieten) gedacht, als eher für den Admin und/oder Reseller.
    Ich hatte damals SysCP im Einsatz und die Idee dahinter war sehr gut. Nachdem die Entwicklung eingestellt wurde und diese dann als Froxlor weitergeführt wurde, war ich optimistisch, das sich gut weiterentwickelt.
    Inzwischen setze ich halt ISPConfig ein. Ich habe lange geschaut und gesucht und finde für mich dies als einen guten Mittelweg entschieden (auch wenn nur eine "kleinere Firma" dahinter die Entwicklung vorantreibt).
    Ich will nicht für jede Kleinigkeit (mal eben die Direktive für den Apache für Kunde xy) auf die Konsole. Auch wenn das alles von Hand einrichten kann. Ich kann aber auch jederzeit schauen wo es hakt und weiss aber auch was das Tool macht. Der Kunde soll auch selber seine Mailaccounts anlegen können, ohne jedesmal mich dafür anzuschreiben. Dafür kann ich Ihm seine Limits usw. einrichten.