Beste Backup-Lösung für KVM-Server bei netcup?

  • Hallo,


    vorab: ich weiß, es gibt die Snapshot-Funktion, doch ich sehe hier keine Möglichkeit der Automatisierung. Mir geht es nicht um das Geld, sondern eine sinnvolle Lösung - auch wenn wirklich mal etwas ist und vor allem automatisiert weg zu speichern.


    Wie löst ihr das leidige Problem der Backups auf KVM_RootServern von netcup?

    Was ist der beste Weg, um täglich sowie vor allem wöchentliche Backups zu fahren?

    Was muss ich dafür buchen/bestellen/mieten, damit dies läuft?

    Kann man das Ganze komplett automatisieren (das Speichern)?



    Ich habe bisher manuell Snapshots angelegt. Aber das jede Woche machen? Supernervig für zig Server! Selbst wenn ich einen riesigen Space mieten müsste, nur um die weg zu speichern wäre mir lieber, solange das automatisierbar wäre.


    Wie macht ihr es, was ist eure Lösung? :)


    Grüße

  • Servus,


    Schau dir mal die Software BackupPC an.

    Dazu einen Storageserver oder einen kleineren Server mit Storage Space.


    Funktioniert ganz gut.


    Aber automatisierte Snapshots auf den Storagespace wären auch nicht schlecht.


    Vg Fisi

  • Snapshots sind keine Backups, vor allem nicht, wenn man nur mal einen einzelnen Ordner wiederherstellen muss,.... :P


    Grundsätzlich die besten Ideen sind wahrscheinlich ein Storage-Server von netcup mit Backup-Tool (z. B. Dirvish, BackupPC,...) oder ein NFS Storage von netcup. Wobei zweiteres eher skeptisch zu betrachten ist, da z. B. bei einem mislungenem "rm -rf /" Kommando ein ggf. gerade gemountetes Backup-Volume natürlich auch weg vom Fenster wäre. Kann beides für einen Privatmann, dem nur sein Mailserver am Herzen hängt, aber schnell recht teuer werden. Vor allem Lösung 1.


    So lange es um private (nicht geschäftliche) Server geht und man eine "Setup and Forget" Lösung sucht empfehle ich deshalb immer gerne CrashPlan.

    Ist zwar ein Cloud-Dienst, allerdings werden alle Daten lokal (vor Übertragung an CrashPlan) verschlüsselt. Dafür gibt es dann für 5$ im Monat unlimitierten Backupspeicher. Backup erfolgt über einen speziellen CrashPlan Client, der headless zwar etwas fummelig einzurichten ist, aber problemfrei funktioniert, sobald er das mal ist. Ab dem Zeitpunkt passiert dann auch so ziemlich alles vollautomatisch, man muss nur daran denken, seine Rechnungen zu bezahlen.


    CrashPlan sichert die Daten entsprechend festgelegter Einstellungen verschlüsselt in deren Cloud. Über den Client kann man dann jederzeit einen (auch teilweisen) Restore veranlassen, oder über's Webinterface die Daten, die man möchte, als ZIP-File herunterladen.

  • Also die Frage gab es hier ja schon des Öfteren.


    Mit einem Snapshot kann ich eigentlich nur den gesamten Server wieder herstellen. Macht, wie von Thomba erwähnt, nicht immer Sinn.


    Ein Storage-Server ist einem ggf. zu teuer, aber ich könnte schön mit fertigen Tools arbeiten.


    Möglich wäre auch ein Storage-Space hier bei Netcup und die wichtigen Daten per Script sichern, ist aber nicht ganz gefahrlos, im gemounteten Zustand könnte hier auf verschiedene Wege Daten verloren gehen oder beschädigt werden. Man muss also auspassen was man macht und den Storage-Space nach Möglichkeit nicht ständig gemounted lassen.



    Ich persönlich habe nicht viele Daten, und vor allem nicht viele dynamische Daten (bis auf Emails). Ich sichere die Daten automatisch per Script auf dem eigenen Server und lade diese hin und wieder manuell auf den heimischen PC. Da werden sicher einige Leute die Hände über den Kopf zusammen schlagen, aber mal ehrlich, mehr als ein paar Emails (die bereits vom Server empfangen aber noch nicht mit einem Client gelesen wurden) können dabei normalerweise nicht verloren gehen. Einen FTP-Download könnte man mit entsprechender Client-Software auf dem heimischen PC auch noch automatisieren.

    9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt, die letzte summt ständig die Melodie von Tetris.

  • Falls noch jemanden mein Script interessiert habe ich es mal angehangen.


    In der Datei sind 2 Scripte (backup.sh und backupme.sh). Bei mir liegen die in einem Ordner, auf den nur 'root' Zugriff hat. Mit backup.sh startet man das Backup (in dem Script ist einzustellen welche User das Script zu starten hat, wie das Log-File benannt werden soll, und wo es gespeichert wird). Darüber wird backupme.sh gestartet, in welchem z.B. die zu sichernden Ordner für Quelle/Ziel und/oder der SQL-Zugang angegeben werden. Die Rechte auf die Ordner werden auf den aufrufenden User bzw. der Gruppe begrenzt (Wichtig, da die SQL-Zugangsdaten im LOG-File stehen).


    Die Quelle der Idee zu dem Script stammt aus dem Script von RayMD (ray-works.de). Ich habe dies etwas erweitert und fortgeführt.



    Bei Vorschlägen zur Verbesserung bin ich gern bereit diese umzusetzen.

    Files

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  • Meine Strategie nutzt die Backup Funktion von Proxmox. Die unwichtigen Container werden einfach nur auf der KVM Festplatte gesichert (was unterm Strich keine richtige Sicherung ist), und die wichtigen Dinge landen via OpenVPN bei mir zuhause aufm Storage. Mit einer 100 MBit down 40 MBit up Leitung kann man sowas machen. :-)


    Sicherung von Datenbanken und Dateien werden innerhalb des Containers abgelegt. Sichert Proxmox also den Container, moved der die Datei Backups gleich mit. Man kann die Container Images einfach mounten, dementsprechend kommt man im Notfall auch an die Dateibackups ran. Das funktioniert bisher sehr gut. Einen MySQL Dump hab ich ab und an so schon aus einem Container Image raus geholt.

  • Hallo, meine Lösung basiert auch auf rsync: Täglich geht es per Cronjob inkrementell auf mein heimisches NAS, und da habe ich auch noch die geänderten Dateien über die Backup-Funktion in einen separaten Ordner gepackt, sodass ich auch auf alte Versionen zugreifen kann.


    Dieses NAS zuhause sichert sich selbst ebenfalls per rsync auf ein anderes NAS auf einem anderen Ort.


    Und die Mailserver und Datenbanken laufen im Clusterbetrieb mit einem anderen Server in einem anderen RZ, sodass auch die neuen Mails zwischen zwei rsync-Sicherungen nicht verloren gehen.


    Viele Grüße

    margau