Mining auf vServer erlaubt?

  • Meine Erfahrungen mit dem Support sind auch (im Vergleich zu vielen anderen) sehr, sehr gut. Ich bin (wie Ihr alle) auch für vieles Kunde und habe einige "mäßige" Erfahrungen mit Kundensupport gemacht.


    Aber der Netcup Support überzeugt mich immer wieder, was ich nur von den wenigsten (z.B. meine Krankenkasse) sagen kann. Kritik hin oder her, es läuft nicht immer so wie man sich das vorstellt und manchmal eben auch nicht sehr gut. Ja und? Ich wage zu bezweifeln, dass ein Geschäftsserver nebenbei zum minen verwendet wird und daher wohl eher Privatpersonen betroffen sind. Die machen dann einen Aufstand wegen 20 Euro die gefarmt werden könnten, wäre nicht diese Regelung in den AGB.


    Ich verstehe die Welt nicht mehr.


    Haben denn nicht andere Dinge Vorrang?


    Vielleicht werde ich alt, aber mir scheint diese First World Problematik Geschichte mittlerweile als echtes Problem.


    Wir sind auf dem Zuckerguss des Kuchens der Welt und ärgern uns über nicht-genehmigte HASHES, die von Maschinen berechnet werden und im Endeffekt dann eine Flasche Wodka gekauft werden könnte, deren Kauf man am nächsten Tag aufgrund des Katers bereut. In meinen Augen ist das krank.


    Schönes We für euch alle.

  • Guten Morgen,



    vielen Dank für das viele Feedback! Auch hier bestätigt es sich, Mining bewegt die Gemüter. Ich kann dieses absolut nachvollziehen.


    Das unser IDS Server auf denen Mining betrieben wurde und deren Mieter den aktuellen AGB bereits zugestimmt hatten automatisch, ohne Rückfrage, gesperrt hat, ist in der Tat sehr suboptimal. Dieses hätten wir besser machen können, da von diesen Servern ja in der Regel keine direkte Gefahr für den Betrieb unserer Infrastruktur ausging. Ich habe diese Kritik direkt zum Anlass genommen, damit unser Prozess diesbezüglich optimiert wird. Bislang wurde hier der gleiche Prozess genutzt der abläuft, wenn Server Teil eines Botnetzes sind. Ich bedauere es sehr, dass wir diesen Optimierungsbedarf nicht früher erkannt haben.


    An unserer Entscheidung das unsere Infrastruktur nicht mehr für Mining genutzt werden darf, können und werden wir nicht ändern. Prinzipiell ist es uns egal was auf unserer Cloud-Infrastruktur betrieben wird, daher hatten wir zunächst auch nichts dagegen das diese vereinzelnd für Mining genutzt wird. Dadurch wurden wir allerdings zu einem Anbieter der sehr kostengünstig, virtuelle Ressourcen mit dedizierten CPU-Garantien angeboten hat. Andere Mitbewerber hatten zu dem Zeitpunkt schon längst Mining auf virtuellen Servern verboten gehabt. Dieser Vorteil, hat sich wie ein Lauffeuer in der Mining-Community verbreitet. Interessenten haben uns regelrecht leer gekauft mit hunderten von Bestellungen. Dieses hat sogar zum Teil richtig dreiste Züge angenommen, da einige Miner 3 Wochen lang unsere Infrastruktur genutzt haben und dann die Server im Rahmen der Zufriedenheitsgarantie zurück gegeben haben. Anschließend wurden wieder neue Root-Server in großen Mengen bestellt und nach 3 Wochen wieder zurück gegeben. Andere Miner hatten gestohlene Paypal-Accounts, wo durch Zahlungen geplatzt sind. Darüber hinaus können wir Mining nicht mit unserer Einstellung zum Schutzt unserer Umwelt vereinbaren. Wir haben daher schnell gehandelt um zumindest bei neuen Bestellungen sicher zu stellen, dass wir keine weiteren Root-Server mehr für Mining vermieten.


    Wir haben ein sehr optimiertes Preismodell. Wir sind ein Anbieter der als erstes auf neue Technologien setzt und Wege geht, die andere, große Mitbewerber, noch nicht gegangen sind. Wir wissen das wir Entscheidungen treffen müssen und das Entscheidungen leider nicht für alle unsere Kundinnen und Kunden immer die richtigen Entscheidungen sind. Die erste Grundlage für unsere Entscheidungen ist die Zufriedenheit von möglichst allen Kundinnen und Kunden. Wir tun uns sehr schwer damit Dienste explizit bei uns zu verbieten. Mining zu verbieten ist uns sehr schwer gefallen, war aber erforderlich, da wir sonst unser derzeitiges Geschäftsmodell anders aufbauen müssten. Wir hätten z.B. die Zufriedenheitsgarantie abschaffen müssen, wie im zweiten Absatz beschrieben.


    Mining führt dazu, dass erste Staaten um die Stabilität ihrer Stromnetze fürchten und daher Mining verbieten. Viele Menschen haben die letzten Tage ihr Erspartes verloren, da die Kurse im freien Fall sind. Die ersten unserer Kunden die hunderte von Servern im letzten Jahr bestellt haben, bitten um Zahlungsaufschub oder sind zahlungsunfähig. Mining ist ein gefährlicher Hype der den Wohlstand einiger Menschen und besonders unserer Umwelt gefährdet. Die netcup GmbH wird sich nicht dem Mining-Trend anpassen, sondern Ressourcen für sinnvolle Serveranwendungen bereitstellen, so wie wir es bislang getan haben. Das schulden wir den meisten unserer Kundinnen und Kunden, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unserem Image, sprich allen Menschen.


    Kundinnen und Kunden die unsere Server bislang zum Minen genutzt haben, wollen wir einen vernünftigen Prozess bieten, damit sie im Einklang unserer AGB weiterhin ihre Server bei uns betreiben können oder wir die Verträge im beiderseitigem Einverständnis auflösen. Unser Support steht hier bereits mit vielen Betroffenen im Kontakt. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie hier eine Lösung benötigen.



    Mit freundlichen Grüßen


    Felix Preuß

  • [netcup] Felix P. Wie sieht es denn mit dem Betrieb von Cryptonodes aus, also Services, die Blöcke und Transaktionen annehmen und im P2P Netzwerk weiterreichen bzw. Wallets verwalten? Diese haben wenig CPU Load, der Traffic läuft jedoch logischerweise auf den gleichen Ports, wie wenn Mining aktiviert ist. Der einzige Unterschied liegt daher bei der CPU Auslastung.

    Ist das erlaubt, oder verbietet ihr jegliche Anwendungen, die Cryptonetzwerke unterstützen?

  • ... Viele Menschen haben die letzten Tage ihr Erspartes verloren, da die Kurse im freien Fall sind. Die ersten unserer Kunden die hunderte von Servern im letzten Jahr bestellt haben, bitten um Zahlungsaufschub oder sind zahlungsunfähig. Mining ist ein gefährlicher Hype der den Wohlstand einiger Menschen [...] gefährdet. ...

    Für Netcup als Unternehmen natürlich sehr ärgerlich, wenn Kunden zahlungsunfähig werden. Für die "Miner" habe ich allerdings absolut null Bedauern .... das ist halt als wenn man mit Wertpapieren handelt, man ist von den Kursen abhängig und diese können steigen aber auch fallen. Wer mit Kursabhängigen Vermögen handelt, der muss das Geld dafür übrig haben. Daher investiere ich persönlich auch nur Geld in Wertpapiere, welches ich langfristig nicht benötige, und auf welches ich im Härtefall sogar verzichten kann (auch wenn es trotzdem schmerzt, weil man es quasi "verbrannt" hat).

    9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt, die letzte summt ständig die Melodie von Tetris.

  • oliver.g : Wir prüfen natürlich nicht rein den Netzwerkverkehr. Ein normaler Betrieb von Wallets ist möglich. Ich nutze privat selber ein Wallet auf einem VPS von netcup und das arbeitet noch. Es ist jetzt allerdings zum Glück leer, bei dem derzeitigem Kursverfall. ;-)


    Mining habe ich allerdings nur ganz zu Beginn einmal gemacht. Damals hat sich das nicht gelohnt. Heute lohnt es sich wohl noch weniger, es sei denn man nutzt die Zufriedenheitsgarantie aus, hofft auf weitere (vermutlich unrealistische) Kurssteigerungen oder hat andere Tricks auf Lager (die ich auch nicht alle verstehe). Wer eben auf diese Kurssteigerungen hofft und kein dickes finanzielles Polster hat, riskiert eine Zahlungsunfähigkeit. Jetzt im Januar 2018 scheinen diese Zahlungsunfähigkeiten rasant zuzunehmen. Unser Inkasso hat hier immer mehr zu tun. :-(

  • Hay,


    [netcup] Felix P. , danke für Dein ausführliche Statement - da melde ich mich doch noch einmal zu dem Thema.

    Dieses hat sogar zum Teil richtig dreiste Züge angenommen, da einige Miner 3 Wochen lang unsere Infrastruktur genutzt haben und dann die Server im Rahmen der Zufriedenheitsgarantie zurück gegeben haben. Anschließend wurden wieder neue Root-Server in großen Mengen bestellt und nach 3 Wochen wieder zurück gegeben. Andere Miner hatten gestohlene Paypal-Accounts, wo durch Zahlungen geplatzt sind


    Ich hatte es vermutet, wollte aber keine Unterstellungen in den Raum werfen, insofern danke für diese aufklärenden Sätze. Du hast meine recht allgemeine Aussage bestätigt, dass heute Mining mit gestohlenem Strom durchgeführt wird - direkt oder indirekt. Bei zahlenden Nutzern ist das schon grenzwertig, aber dieses Verhalten sprengt IMHO die Grenzen des Anstands. Gier frisst Hirn.


    CU, Peter

  • Hay,


    Du hast meine recht allgemeine Aussage bestätigt, dass heute Mining mit gestohlenem Strom durchgeführt wird - direkt oder indirekt.

    Es gibt das natürlich auch in legal. Wird dann aber halt in Ländern gemacht, wo der Strom praktisch kostenlos ist.

    => https://www.genesis-mining.com ist zum Beispiel ein Anbieter für sowas. Die Preise sind da natürlich teurer als bei zufriedenheitsgarantierten Servern. Ob sich das "lohnt" hängt natürlich vom Kursverlauf ab. Ich habe "damals" für ~100 Dollar Rechenleistung gekauft und das "geschürfte" ist mittlerweile >200€ Wert. Zu der Zeit war der Kursverlauf aber natürlich nicht absehbar und als ich das mal durchgerechnet hatte, habe ich nicht bedacht, dass die Schürf-Leistung(?) mit dem Hype so stark abnimmt. Insgesamt könnte man sagen, dass wenn ich für das Geld direkt Bitcoins gekauft hätte (zum damaligen Preis), wäre es heute bedeutend mehr Wert.


    Wie beim reellen Goldschürfen auch: Von allen Schürfern macht am Ende nur ein ganz kleiner Teil tatsächlich Gewinn. Wer allerdings immer Gewinnt ist der Ladenbesitzer der Schürfausrüstung. Den interessiert der Wechselkurs nicht und wird im voraus bezahlt. Am Anfang des Hypes bekommt er relativ wenig, er hat aber immer noch Einnahmen, wenn schon gar kein Gold mehr da ist (es aber keiner weiß).

  • Irgendwie kann ich nicht mehr bearbeiten. Wollte aber noch folgenden Link loswerden, für alle die sich fürs Mining interessieren:


    https://www.cryptocompare.com/mining/calculator


    Eigentlich kann man recht schnell erkennen, dass es ein Verlustgeschäft ist, wenn man mit deutschen Strompreisen rechnet. Selbst ohne die Anschaffungskosten. Auch wenn Netcup einen günstgeren Stromtarif bekommt, so ist es doch klar, wieso das nicht erlaubt ist.

  • Sehr skurril hier die Vorwürfe gegen Netcup. Darf ich daran erinnern, dass es sich hier um ein privates Unternehmen handelt, welches, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, Hausrecht hat? Hier gibt es keine "Gerechtigkeit" oder "Recht". Hier gilt, was der Hausherr sagt und tut. Punktaus.


    Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich ob der Gleichstellung von Mining und Botnetzen und der damit verbundenen soforting Abschaltung ebenfalls etwas überrascht bin. Sollte ein unbedarfter Admin auf einem anderweitig genutzten Server zusätzlich einen Mining-Client laufen lassen, könnte das tatsächlich ungemütlich sein. Da aber seitens Netcup beschrieben wurde, wie vielfach ausschließlich für Mining-Zwecke Server angemietet wurden (und dann der kostenlose Zeitraum ausgenutzt wurde), könnte es durchaus sein, dass diese Abschaltung bei weitem nicht in allen Fällen zur Anwendung kam.


    Ganz nebenher bin ich überrascht, dass überhaupt jemand im Jahr 2017 oder 2018 noch Mining auf x86 bzw. x64 probiert. Ist das nicht völlig schwachsinnig? An die derzeitigen "Marktpreise" glaube ich ebenfalls nicht. Der Markt ist doch völlig unreguliert. Das heißt viele Dinge, die auf anderen, regulierten Märkten illegal wären, sind auf völlig unregulierten internationalen Märkten sogar legal. Wie zum Beispiel diverse Methoden zur Kursmanipulation, die wohl sehr intensiv betrieben werden. Davon profitieren die großen, intelligenten Marktteilnehmer auf Kosten der dummen Kleinen, die derzeit in Massen geschröpft werden.


    Und nebenher gibt es Kollateralschaden bei Hostern wie Netcup, wenn es zu Zahlungsausfällen und geplantem massenhaften Ausnutzen von Zufriedenheitsgarantien u.ä. kommt. Amazon würde sicher auch ziemlich sauer sein, wenn jemand zig Grafikkarten bestellt, damit 1-2 Wochen Mining betreibt und sie dann innerhalb der Rücksendefrist wieder zurückschickt. Bitte dies nicht als Aufforderung verstehen. Denn Leute, die auf solche Ideen kommen gehören garantiert zur letzteren, im oberen Absatz beschriebenen Gruppe.

  • ...

    Ganz nebenher bin ich überrascht, dass überhaupt jemand im Jahr 2017 oder 2018 noch Mining auf x86 bzw. x64 probiert. Ist das nicht völlig schwachsinnig? ...

    In letzter Zeit sind Kryptocoin-Algorithmen wie Monero entwickelt worden (gut, das ist jetzt schon etwas älter, aber hat letztes Jahr enorm an Bekanntheit gewonnen), die vergleichsweise viel Speicher zur Berechnung brauchen und daher im Vergleich zum Platzhirsch Bitcoin auch auf normalen CPUs schnell berechnet werden. Die Idee dahinter war, das Mining zu dezentralisieren und auch "normalen" Menschen die Möglichkeit zum Minen zu geben, nicht so wie BTC wo mittlerweile riesige ASIC-Farmen in China stehen weil man ohne Spezialhardware nichts mehr reißt.


    Ob es sich lohnt ist eine andere Frage - einen PC oder Server nur fürs Mining zu betreiben ist sicher schwachsinnig. Wenn der Rechner allerdings sowieso läuft, kann es lohnend sein auf ein paar Threads nebenbei zu minen.

  • Ob es sich lohnt ist eine andere Frage - einen PC oder Server nur fürs Mining zu betreiben ist sicher schwachsinnig. Wenn der Rechner allerdings sowieso läuft, kann es lohnend sein auf ein paar Threads nebenbei zu minen.

    das hat mit der uralten längst nicht mehr wirklich existierenden Pentium 4 Architektur gegolten,

    mittlerweile ist es eher sinnlos, weil mehr Leistung auch mehr Strom bedeutet ...

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS 1000 SAS G8 xRAM; RS 500 SSD G8; S 1000 G7; VPS 200 G8 Akt.; Webhost. 1000 m. 75%

  • So, wie ich das sehe, wurde hier viel Unwichtiges mit dem Wesentlichen vermischt, und ich bin enttäuscht darüber, wieviel "bla-bla" seitens Netcup dazu hier beigeragen wird.

    (Von einem "Dipl.-Ing (BA)" und als Geschäftsführer dermaßen viele Fehler lesen zu müssen tut weh)

    Argumente wie "wird im Darknet als Zahlung benutzt, deshalb verbieten wir Crypto-Mining" und "wir erlauben wieder Tor" klingen sehr unprofessionell.

    Das beste Argument kam seltsamerweise als Letztes, und zwar daß der niedrige Preis für alle Kunden erhalten bleiben soll, was bei vermehrt aufkommendem Mining wegen steigender Stromkosten auf Seiten netcups nicht mehr möglich wäre.


    Bei Abrupt-Abschaltung ohne Vorwarnung eines oder mehrerer Server eines Kunden aufgrund der Nicht-Einhaltung einer ihm möglicherweise gar nicht zur Anerkennung vorgelegten AGB-Änderung geht es nicht um "Hausrecht" (Wir sind doch nicht auf dem arabischen Basar) oder "die Umwelt" und hat im schlimmsten Fall Folgen im Bereich des Schadensersatz.


    Fakten:

    Netcup hat die AGB geändert, was netcups gutes Recht ist. Gründe nebensächlich. Allerdings gehören zur Anerkennung auch die Vertragspartner. Punkt 1 der AGB dazu:

    Quote

    3. netcup behält sich vor, diese AGB jederzeit zu ändern. Maßgeblich bei Neuabschlüssen von Verträgen ist die im Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltende Fassung. Gegenüber Bestandskunden gelten die abgeänderten AGB nur unter den besonderen Anforderungen der nachfolgenden Ziff..


    4. Gegenüber Bestandskunden ist eine Änderung der vereinbarten AGB unter den folgenden Einschränkungen möglich: Umstände, die eine solche Änderung rechtfertigen, sind <...> , sowie in den AGB entstandene Lücken, die zu Schwierigkeiten bei der Durchführung des Vertrages führen. netcup wird dem Kunden die abgeänderten AGB vier Wochen vor deren Inkrafttreten übersenden und dabei die Umstände, die Anlass der Änderung sind, sowie den Umfang der Änderungen benennen. Sofern der Kunde der Änderung nicht vor Inkrafttreten schriftlich oder per Fax widerspricht, sondern durch weitere Inanspruchnahme der Leistungen von netcup seine Zustimmung zu den neuen AGB erklärt, gilt die Änderung als akzeptiert; die AGB in ihrer dann geänderten Fassung gelten dann ab dem angekündigten Zeitpunkt auch für bestehende Verträge. Im Falle des rechtzeitigen, formwirksamen Widerspruchs gelten im Verhältnis der Parteien die früheren AGB weiter; in diesem Fall sind sowohl der Kunde als auch netcup berechtigt, den Vertrag nach Nr. 6 Ziff. 3 mit ordentlicher Frist zu kündigen.


    Bezugnehmend auf die AGB und allgemein geltendes Geschäftsrecht bedeutet das:

    • Bestandskunden müssen sich solange an die bei Vertragsabschluß geltenden AGB halten, bis sie von netcup zur Akzeptanz der geänderten AGB aufgefordert werden oder – bei anschließendem Nicht-Gefallen der Änderung – der Änderung widersprechen und den Vertrag daraufhin auflösen, bzw diese eben akzeptieren. Insofern dürfen sie solange Mining betreiben, bis sich ihre Vertraglichen Umstände ändern.
    • Ebenso dürften diese Bestandskunden, die die neuen AGB noch nicht akzeptiert haben, und deren Vertrag somit ohne Änderung weiterbesteht, die geänderten AGB nicht anwenden (z.B. kein Tor nutzen).
    • (Neukunden sind wie immer an die geltenden AGB gebunden)
  • Guten Tag kz9vDZj,




    Quote



    Von einem "Dipl.-Ing (BA)" und als Geschäftsführer dermaßen viele Fehler lesen zu müssen tut weh


    gerne bin ich offen für Hinweise, wo mir Fehler passiert sein sollen.


    Ich befürchte Sie miss interpretieren hier einige Beiträge. Selbstverständlich gelten für Bestandskunden die der AGB-Änderung nicht zugestimmt haben weiterhin die bestehenden AGB. Diese können auch noch Mining betreiben.


    Quote


    Bezugnehmend auf die AGB und allgemein geltendes Geschäftsrecht bedeutet das


    Dagegen hat niemand etwas einzuwenden.



    Mit freundlichen Grüßen


    Felix Preuß

  • Bezugnehmend auf die AGB und allgemein geltendes Geschäftsrecht bedeutet das:

    • Bestandskunden müssen sich solange an die bei Vertragsabschluß geltenden AGB halten, bis sie von netcup zur Akzeptanz der geänderten AGB aufgefordert werden oder – bei anschließendem Nicht-Gefallen der Änderung – der Änderung widersprechen und den Vertrag daraufhin auflösen, bzw diese eben akzeptieren. Insofern dürfen sie solange Mining betreiben, bis sich ihre Vertraglichen Umstände ändern.
    • Ebenso dürften diese Bestandskunden, die die neuen AGB noch nicht akzeptiert haben, und deren Vertrag somit ohne Änderung weiterbesteht, die geänderten AGB nicht anwenden (z.B. kein Tor nutzen).
    • (Neukunden sind wie immer an die geltenden AGB gebunden)

    Alle diese Punkte stimmen und das wird bei netcup auch so gehandhabt.

    In dem Moment, wo du eine neue Bestellung abschließen möchtest (oder deine Stammdaten ändern willst), musst du jedoch die (neuen) AGB akzeptieren. Ab dann gelten diese auch für dich. Wenn man das nicht macht, hat man als Bestandskunde natürlich die zuletzt akzeptierten AGB.

  • <...>

    Wir wollen eigentlich nicht vorschreiben was Sie als Kunde bei uns auf einem Server tun. Es gibt hier nur wenige Ausnahmen. Dieses war in der Vergangenheit der Einsatz von TOR, da wir hier große Komplikationen mit Ermittlungsbehörden hatten und Themen die wir als Unternehmen mit unseren Werten nicht vertreten können, wie der nicht rentable Energiebedarf bei Mining oder die Verbreitung von Pornographie.


    Hinsichtlich TOR und den Ermittlungsbehörden gibt es deutliche Verbesserungen in unserer Rechtsprechung und auch die Behörden sind hier wesentlich geschulter als es im Jahr 2010 der Fall war. Daher der Entschluss das wir dieses jetzt wieder erlauben.

    <...>

    [netcup] Felix P.

    Mein bisheriger Kenntnisstand war, daß v.a. vServer Tor nicht betreiben sollten, da im Falle einer Konfeszierung der Hardware alle Co-Kunden ebenfalls betroffen sind.

    Können Sie hier Ihre neuen Kenntnisse erläutern oder verlinken? Meine schnelle Recherche ergab, daß auch neuerliche Gerichtsurteile weiterhin stark zu Ungunsten von Tor-Exit-Node-Betreibern ausfallen; argumentiert wird gelentlich (aber nicht immer!) ähnlich zu WLAN-Anbietern.

    Danke im Voraus.


    PS: ggf. lohnt sich ein eigener Faden für dieses Thema

  • Noch eine Sache hinsichtlich der Nachweisbarkeit von Mining auf Netcup-Produkten:

    wie genau gedenkt Netcup festzustellen, daß jmd auf seinem (v)server Mining betreibt? Allein die Auswertung des Verkehrs dürfte es ja nicht sein, denn ein Server kann ja auch als VPN-Endpunkt oder als Mining-Proxy eingesetzt sein.

    Insofern wäre die Formulierung der AGB zu vage bzw. die Nachweisbarkeit des Minings auf einem Netcup-Produkt zu schwierig.


    Wenn parallel zu Verkehr in Crypto-Currency-Netze auch noch eine hohe CPU-Auslastung gemessen wird: auch das muß nicht heißen, daß der Server selbst schürft, sondern kann wie zuvor Proxy sein und selbst aus anderen Gründen hohe Auslastung erzeugen.


    Wenn Netcup nun natürlich noch die virtuellen Instanzen auf tieferer Ebene analysiert, wäre der Nachweis sicher möglich; ob das allerdings zulässig, effizient oder wünschenswert ist...

  • Weil es hier ums Mining geht - sprich Energie in $$$ zu verwandeln - rechnet sich denn das überhaupt?

    (nur mal neugierig gefragt)

    Sprich: Mining bringt Dir etwas was Du ohne Minig nicht bräuchtest ;)


    Frage anders: darf man ein "Hardcore-Rechenprogramm" laufen lassen?


    dann könnte es interessant sein von meinem RS 1000 SAS auf einen RS 2000 SAS upzudaten;:)

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS 1000 SAS G8 xRAM; RS 500 SSD G8; S 1000 G7; VPS 200 G8 Akt.; Webhost. 1000 m. 75%

  • Guten Morgen,


    Quote

    Srechnet sich denn das überhaupt?

    ich möchte hier auf die vorangegangene Diskussion verweisen.


    Quote


    Insofern wäre die Formulierung der AGB zu vage bzw. die Nachweisbarkeit des Minings auf einem Netcup-Produkt zu schwierig.


    Wir schreiben in unsere AGB nicht wie wir unsere Arbeit tun. So etwas gehört nicht in die AGB. Die AGB verbieten Mining. Wie wir dieses nachweisen, ist dann eine andere Sache.


    Natürlich gibt es viele Möglichkeiten auf den Servern bei uns etwas zu tun, was nicht erlaubt ist. Zum Glück sind die meisten unserer Kunden aber ehrlich und halten sich an die Vereinbarungen. Bei Durchsuchungen von Staatsanwaltschaft, Verfassungsschutz und co. sehen wir zum Teil Dinge die wirklich unschön sind. Dadurch stellen wir jetzt sicherlich nicht all unsere Kunden unter Generalverdacht, nur weil ein geringer Promillsatz sich nicht an die AGB oder geltendes Recht hält.


    Mit freundlichen Grüßen


    Felix Preuß

  • wie genau gedenkt Netcup festzustellen, daß jmd auf seinem (v)server Mining betreibt? Allein die Auswertung des Verkehrs dürfte es ja nicht sein, denn ein Server kann ja auch als VPN-Endpunkt oder als Mining-Proxy eingesetzt sein.

    Wir schreiben in unsere AGB nicht wie wir unsere Arbeit tun. So etwas gehört nicht in die AGB. Die AGB verbieten Mining. Wie wir dieses nachweisen, ist dann eine andere Sache.

    Mir ging es vor allem darum zu wissen, daß Server nicht allein auf Grund dessen abgeschaltet werden, zu welchen Adressen sie Verbindungen aufbauen.