Transferspeed auf S1000 G7

  • Habe mir letzte Woche einen S1000 G7 Storage Server gekauft um eine eigene, private Onlinebackup-/archivierungslösung aufzusetzen. Dazu habe ich vor, über OpenMediaVault (OMV) mir einen Share freizugeben, den ich dann lokal einbinden kann (über z.B. AFP oder CIFS) um hier Backups oder Archive darauf zu speichern.


    Aktuell bin ich noch in der Phase des Findens einer für mich richtigen Lösung da ich mir nicht sicher bin, ob ich OMV will/brauche (zumal Netcup nur ein Image mit der 2.x Version von OMV anbietet) oder ob mir auch ein einfacher bare-SSH Server reicht (mit entsprechender Firewal, etc) und ich mir mein Laufwerk per sshfs mounte.
    Was ich nun die letzten Tage getestet habe war vor allem auf den Transferspeed ausgerichtet. Schließlich möchte ich, dass meine Backups einigermaßen schnell laufen. Schnell heißt für mich: Mein aktueller VPS von 2014 (Root-Server M v2) liefert mir einen Uploadspeed von > 10 MB/s über rsync, der neue Storageserver hingegen von < 1 MB/s (ca. 700-850 kB/s). Die Tests habe ich mehrfach gemacht, zu unterschiedlichen Tageszeiten, und auch mal über WiFi, mal über Ethernet.
    Der Transferspeed zwischen meinen beiden Servern kommt auf ca. 5 MB/s (von meinem VPS auf den Storageserver).
    Mir scheint die langsame Verbindung liegt mitunter an der Netzanbindung des Servers - sowohl intern als auch extern ist diese ja nicht gerade "schnell". Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ein Download-/Uploadtest auf meinem Storageserver direkt hat immerhin folgende Geschwindigkeiten geliefert:

  • Guten Tag,



    rsync benötigt gute CPU-Leistung. Dafür empfehlen wir Root-Server mit dedizierten Kernen. Diese könnten Sie z.B. vor einem Storage-Server schalten und deren Festplatten über ein Protokoll einbinden, dass wenig CPU-Leistung beansprucht. Dann schaffen Sie sicherlich auch deutlich mehr Durchsatz.



    Mit freundlichen Grüßen


    Felix Preuß

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort, Herr Preuß. In der Tat scheint rsync auf dem VServer zu hohen CPU Auslastungen zu führen.
    Ich habe über das Wochenende noch einige Tests, auch mit anderen Protokollen, gefahren und gesehen, dass rsync weitaus schlechter abschneidet als sogar sshfs oder NFS.


    Da mir doch einiges an Sicherheit der Verbindung gelegen ist, habe ich nun eine andere Infrastruktur aufgesetzt (was zuletzt auch durch die Software bedingt wurde).


    Eine Frage, die vielleicht etwas Offtopic ist, bleibt dennoch: wie muss ich meinen Storageserver einrichten, dass dieser eine NFS-Verbindung zu nur meinem VPS aufbaut und dort die Dateiattribute alle korrekt abspeichert? Dies sollte im Grunde ähnlich wie die von Netcup angebotene, zubuchbare Option "Storage Space" funktionieren. Leider konnte ich mit no_root_squash und root_squash keine saubere Erhaltung der Dateiattribute (speziell user:group) erreichen. Und auf dem Netcup Storage Space scheint es ja zu klappen ;)

  • Herr Preuß,

    Quote

    rsync benötigt gute CPU-Leistung

    das hängt allerdings sehr stark davon ab, wie man Verschlüsselung (rsync over ssh) oder Kompression/Vergleich (in rsync) aufsetzt.


    Beste Grüße


    Disclaimer: da ich auf einem root-Server bin, kann ich allerdings nicht einschätzen, ob das auf dem vServer was bringt.

    NetCup: Root-Server 500
    Clients: Ubuntu 16.04, Win7 (in VBox)
    NAS: Zyxel 540, 325v2, Medion (Zyxel 212). Alle mit Entware NG