Nextcloud Image oder Docker

  • Ich überlege gerade mir den VPS 200 G8 zuzulegen. Hier habe ich gesehen, dass Netcup ein Image mit Ubuntu & vorinstallierten Nextcloud anbietet. Im Forum und auf anderen Seiten habe ich gelesen, dass einige Nextcloud in einem Docker Container verwenden. Ich bin neu auf dem Gebiet VPS, möchte aber die Vor- und Nachteile verstehen & anschließend mich für eine Variante entscheiden. Eine Empfehlung, was die „bessere“ Variante ist wäre ebenfalls nett :)

  • Ein Container dient zunächst einmal der Isolation, d.h. mehrere Applikationen (oder auch verschiedene Versionen derselben Applikation) könnten sich dadurch voneinander trennen lassen und unabhängig voneinander betrieben werden – sofern die "Außenanbindung" dies entsprechend zulässt, denn ein Container ist ohne zusätzliche Konfiguration/Abbildungen (von Ports, usw.) von außen in der Regel nicht erreichbar.


    Je nach Qualität des/der Docker-Container(s) beschränkt sich eine Auffrischung des-/derselben auf die notwendigen Schritte, um neue Versionen des Containers herunterzuladen und zu aktivieren. In der Regel bedeutet dies bei verbreiteten Anwendungen/Containern auch, dass es eine größere Nutzerbasis gibt, was bei Problemen die Chance vergrößert, eventuell schnell Hilfestellungen zu erhalten.


    Im Falle des Netcup-Abbilds mit Ubuntu und Nextcloud dürfte die Nutzerbasis sicherlich kleiner sein, und ggf. dürften neue Versionen mehrere eigene manuelle Schritte erfordern, welche anwendungs- und betriebssystemspezifisch sind (je nachdem, welche Hilfestellungen/Dokumentationen Netcup mitliefert – ich selbst nutze keine der beiden Lösungen, kann also keine genauen Vergleiche ziehen).


    Neben der genannten Nutzerbasis sind potenzielle Redundanzen/"Überlappungen" beim Betrieb von Containern (welche ggf. individuell eine Vielzahl von Basisbibliotheken mit sich bringen, die u. U. in anderer Version bereits auf dem VServer selbst oder in anderen Containern existieren) sowie die Anpassungsmöglichkeiten der installierten Container/Anwendungen und bisweilen auch die Performanz Entscheidungskriterien. (Je mehr unterschiedliche Komponenten installiert werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne (Sicherheits-)Updates eingespielt werden müssen.)


    Allerdings ist bei einer überschaubaren Anzahl von Anwendungen – etwa, wenn der genannte VPS 200 G8 wirklich nur Nextcloud beherbergen soll – eigentlich neben der Nutzerbasis nur die Grundkonfiguration von Bedeutung. Bei einem Docker-Container mag die Anwendung wie vorkonfiguriert perfekt abgesichert sein, aber dies bedeutet nicht, dass die gewählte (Standard-)Installation des Betriebssystems nicht noch einer zusätzlichen Absicherung bedarf; bei einem Netcup-Abbild könnten hier bereits entsprechende zusätzliche Anpassungen vorgenommen worden sein. In beiden Fällen ist das System natürlich einer genauen Kontrolle zu unterziehen – entsprechendes Vorwissen vorausgesetzt.

  • der 200 ist wahrscheinlich etwas dünn dimensioniert. Darum empfehle ich auf jeden Fall eine Docker-Lösung. Du kannst dann die entsprechenden Files nehmen und bei Bedarf auf eine andere Plattform schaufeln.

    Weiterer Vorteil Docker: Du kannst schnell eine Testplattform aufbauen und die wieder verwerfen / reproduzieren.


    Nachteil: Du mußt nicht nur die Wirtsmaschine, sondern auch alle Container aktuell halten. Aber ein docker-compose build --pull ist schnell mal abgesetzt...

  • Ich würde gerade KEIN Docker benutzen wenn ich nur 20 GB für OS + Daten hätte, Docker hat ja schon ziemlichen Overhead da es alles was bereits da ist trotzdem nochmal mitbringt. Das Umziehen einer nextcloud ist auch extremst einfach - Ordner und DB kopieren, fertig :)

  • Zum Umziehen eines VPS 200 auf eine kräftigere Maschine braucht man doch erst mal im System nix machen außer Snapshot ziehen und auf einen neuen, größeren VPS wieder aufspielen, oder?


    Ich baue auch gerade meine Dienste mit Docker auf einem Funny Bunny per Docker neu auf. Ein Vorteil von Docker ist, dass man z.B. Nginx Proxy Manager für das SSL Handling vor jeglichen Container mit Weboberfläche setzen kann. Neue Dienste sind da in ein paar Minuten hinzugefügt und mit SSL abgesichert.

    Privat: VPS 1000 G8 Plus | RS Fast Rabbit OST21 (~RS 8000 G9), VPS Funny Bunny OST21 (~VPS "2500" G9), beruflich noch einige mehr

  • Persönlich habe ich die Debian minimal Version genommen und alles selbst installiert und konfiguriert. Das hat den Vorteil, dass man weiss, wo man ansetzen muss, wenn es irgendwo Probleme gibt. Installation routinemässig:

    - Konfiguration und Sicherung des Servers

    - Lamp ausetzen

    - Nextcloud vorbereiten und installieren

    - Zertifikat Let's encrypt installieren


    Läuft sehr gut auf einem RS1000 G9