Server neuaufsetzen, richtiger Weg ?

  • Hallo Zusammen,


    da ich gerne von Debian auf Ubuntu switchen will, würde ich gerne eure Meinung zu dem Weg wissen.

    Ich habe aktuell nicht so viel am laufen das heißt was mitrüber müsste wäre:


    - Mailserver (Mailcow - Docker)

    - Nextcloud (Kein Docker)

    - Gitlab

    - Webserver (Apache) + inklusiver der Configs und des /var/www/ Ordners

    - Datenbank

    - SSL Zertifikate


    (Sollte ich was allgemeines potenziell vergessen haben, bitte bescheid geben :-) )

    Ich würde zu nächst mal alle Daten:

    - Docker Volumes

    - Nextcloud Daten

    - Webserver Daten (Config's + Documentroot)

    - SSL-Zertifikate

    - Datenbank dump


    Lokal auf meinen PC ziehen.

    Im nächsten Schritt würde ich den Server herrunterfahren und ein Snapshot erstellen.
    Nun würde ich Ubuntu 20.04 installieren und die Dienste (Apache, Nextcloud, Docker, etc.) installieren und den Datenbank dump wieder einspielen.
    Als "letzten" Schritt würde ich nun die Daten wieder hochladen und mit den neu Installierten Diensten wieder "verknüpfen".


    Das einzige was mir für diesen Weg fehlt, ist das Wissen wie ich die alten Docker-Volumes nutze. Dies sollte ich aber auch herrausfinden :)


    Sollte doch soweit funktionieren, oder nicht ?


    Gruß,

    False

  • Wenn das eine .deb-paketbasierte GitLab-Installation ist, kann das ein Problem sein; Debian hat hier wesentlich neuere Pakete (genaugenommen hat Ubuntu derzeit gar keine mehr). Es empfiehlt sich IMHO eine Sicherung einer Auflistung aller installierter Pakete und einer Übertragung des /etc-Verzeichnisses in einen Temporärordner der Neuinstallation für Vergleiche.

    Sofern die Bandbreite und der Platz auf dem PC ausreichen, würde ich zu einem Testlauf in einer Zweit-VM raten (ggf. stattdessen via stundenweise angemietetem Zweitserver für einen temporären Parallelbetrieb – kann Zeit sparen und die Nerven schonen!), denn die Debian-/Ubuntu-Releases werden ja zu verschiedenen Zeitpunkten herausgegeben und unterscheiden sich durchaus in Details.

  • da ich gerne von Debian auf Ubuntu switchen will, würde ich gerne eure Meinung zu dem Weg wissen.


    .....


    (Sollte ich was allgemeines potenziell vergessen haben, bitte bescheid geben :-) )

    So würde ich auch vorgehen.


    Als Installationsbasis für das System Ubuntu würde ich aber dann eine normale Ubuntu ISO-Datei nehmen.

  • Wenn das eine .deb-paketbasierte GitLab-Installation ist, kann das ein Problem sein; Debian hat hier wesentlich neuere Pakete (genaugenommen hat Ubuntu derzeit gar keine mehr). Es empfiehlt sich IMHO eine Sicherung einer Auflistung aller installierter Pakete und einer Übertragung des /etc-Verzeichnisses in einen Temporärordner der Neuinstallation für Vergleiche.

    Sofern die Bandbreite und der Platz auf dem PC ausreichen, würde ich zu einem Testlauf in einer Zweit-VM raten (ggf. stattdessen via stundenweise angemietetem Zweitserver für einen temporären Parallelbetrieb – kann Zeit sparen und die Nerven schonen!), denn die Debian-/Ubuntu-Releases werden ja zu verschiedenen Zeitpunkten herausgegeben und unterscheiden sich durchaus in Details.

    Nein ist die omnibus Version, sollte also kein Problem sein.
    Notfalls push ich die Projekte manuell neu rein.
    Da das Gitlab erst vor kurzem installiert wurde sind dort auch noch nicht viele drin.

    Das mit den Stundenweise angemieteten Server ist eigentlich eine gute idee :-)

    So würde ich auch vorgehen.


    Als Installationsbasis für das System Ubuntu würde ich aber dann eine normale Ubuntu ISO-Datei nehmen.

    Was meinst du mit "normale Ubuntu ISO-Datei" ?

    Netcup bietet doch die 20.04 Server Version an :-)

  • Was meinst du mit "normale Ubuntu ISO-Datei" ?

    Netcup bietet doch die 20.04 Server Version an :-)

    Im Server Contol Panel gibt es die Möglichkeit, einmal über den Menüpunkt Images und einmal über den Menüpunkt DVD Laufwerk seinen Server neu zu installieren.


    Hier meinte ich, die Installation über den Menüpunkten Medien/Offizielle DVDs neu zu installieren, da hier zur Installation normale ISO-Dateien verwendet werden und du dadurch mehr Einfluss auf deine Installation nehmen kannst.

  • Im nächsten Schritt würde ich den Server herrunterfahren und ein Snapshot erstellen.

    Snapshots dürften beim Neuinstallieren des Servers gelöscht werden soweit ich mich erinnere.


    Ich würde mir bei so einem Umzug grundsätzlich pro Anwendung die Doku anschauen wie eine Migration empfohlen/beschrieben wird. Mailcow hat z.B. etwas dazu in der Doku, GitLab und Nextcloud bestimmt auch.

  • Snapshots dürften beim Neuinstallieren des Servers gelöscht werden soweit ich mich erinnere.


    Ich würde mir bei so einem Umzug grundsätzlich pro Anwendung die Doku anschauen wie eine Migration empfohlen/beschrieben wird. Mailcow hat z.B. etwas dazu in der Doku, GitLab und Nextcloud bestimmt auch.

    Echt ?
    Das wäre ja echt doof, das heißt ich muss erstmal den Support fragen ob es wirklich so ist...

    Gitlab und Nextcloud sollte kein Problem sein da diese (noch) ohne Docker laufen.
    Bei Docker muss ich mich noch einlesen wie ich volumes + container exportiere.

  • Seit wann das denn? Was hat der Snapshot im SCP denn mit der Installation via ISO zutun?

    Ich kenn das auch nur so, seitdem ich bei Netcup bin (3-4 Jahre); Im Prinzip war das bisher der einzige Grund, warum ich die kostenpflichtigen Exporte gekauft habe...

  • Wenn nicht die Festplatte im SCP gelöscht wird, sollte das doch auf die Snapshots keinen Einfluss haben.

    Ob jetzt da im Virtuellen Device die Partitionen neu erstellt werden, spielt für den Host keine Rolle.

    Installation mit den Netcup Images hingegen löscht die Festplatte automatisch.


    Edit: persönlich würde ich auch eine Testmigration auf ein parallel laufendes System machen (VPS). Zum Testen der Websiten kannst du über SSH mit dem SOCKS Proxy tunneln, indem du alle Domains in /etc/hosts auf 127.0.0.1 mappst. Dann brauchst du nichts im DNS zu verstellen.

    CentOS 7 / nginx / php-fpm / postfix / rspamd / clamav / dovecot / nextcloud running on RS 1000 SSDx4 G8 / VPS 500 G8 / VPS 2000 G8 Plus

  • Wenn nicht die Festplatte im SCP gelöscht wird, sollte das doch auf die Snapshots keinen Einfluss haben.

    Ob jetzt da im Virtuellen Device die Partitionen neu erstellt werden, spielt für den Host keine Rolle.

    Installation mit den Netcup Images hingegen löscht die Festplatte automatisch.

    Danke für den Hinweis, das war mir jetzt so nicht bewusst... Ich habe bisher aus Bequemlichkeit immer die Minimal-Images von Netcup genutzt und dann angepasst.

  • Wenn nicht die Festplatte im SCP gelöscht wird, sollte das doch auf die Snapshots keinen Einfluss haben.

    Ob jetzt da im Virtuellen Device die Partitionen neu erstellt werden, spielt für den Host keine Rolle.

    Installation mit den Netcup Images hingegen löscht die Festplatte automatisch.


    Edit: persönlich würde ich auch eine Testmigration auf ein parallel laufendes System machen (VPS). Zum Testen der Websiten kannst du über SSH mit dem SOCKS Proxy tunneln, indem du alle Domains in /etc/hosts auf 127.0.0.1 mappst. Dann brauchst du nichts im DNS zu verstellen.

    Kenn jemand den ein Anbieter wo ich ein Server Stundenweise mieten kann, wo man ohne CC zahlen kann ?
    Bei Netcup geht es ja leider nicht.

  • Noch ein Hinweis: Bevor man aber generell ein Snapshot zum Exportieren erstellt, sollte man den Befehl fstrim -v auf die einzelnen logischen Laufwerke ausführen. Z.B. fstrim -v /home usw., um damit die zu exportierende Datei schon vorab für den Export extrem klein zu bekommen. Denn während des Exports wird die Datei nochmal zusätzlich vom Provider Netcup extremst komprimiert.

  • Bei Netcup geht es ja leider nicht.

    Doch, also zumindest die VPS-Reihe.

    Dabei wird dir der Server ganz normal für bspw. 1 Monat in Rechnung gestellt und wenn du ihn vorher kündigst, bekommst du eine Gutschrift über die Zeit, die du nicht genutzt hast.

    (Bei G9 der VPS musst du aufpassen, dass du 0 Monate als Mindestvertragslaufzeit auswählst. Auch musst du den Server wirklich kündigen, wenn du ihn einfach nur runterfährst und nicht nutzt, belegst du trotzdem Ressourcen auf dem Host und musst zahlen.)

  • Doch, also zumindest die VPS-Reihe.

    Dabei wird dir der Server ganz normal für bspw. 1 Monat in Rechnung gestellt und wenn du ihn vorher kündigst, bekommst du eine Gutschrift über die Zeit, die du nicht genutzt hast.

    (Bei G9 der VPS musst du aufpassen, dass du 0 Monate als Mindestvertragslaufzeit auswählst. Auch musst du den Server wirklich kündigen, wenn du ihn einfach nur runterfährst und nicht nutzt, belegst du trotzdem Ressourcen auf dem Host und musst zahlen.)

    Ah gut zu wissen, danke :-)

  • Zum Thema Snapshots habe ich auf Anhieb folgendes gefunden: https://forum.netcup.de/admini…pshot-behalten/#post77176

    Sprich, wenn der Server mittels ISO-Mount manuell neu installiert wird bleiben die Snapshots, ansonsten nicht.

    Gitlab und Nextcloud sollte kein Problem sein da diese (noch) ohne Docker laufen.
    Bei Docker muss ich mich noch einlesen wie ich volumes + container exportiere.

    Ehrlich gesagt finde ich die Migration von Services, die in Docker laufen, wesentlich einfacher als sonst. Bei klassischen Installationen gibt es Abhängigkeiten auf Dienste, die auf dem Zielsystem aufgrund von anderer Distro oder Version unterschiedlich sein könnten, und die Configs und Daten sind über das ganze System verstreut. Mit Docker-Setups ist das anders, selbst ein komplexes System wie Mailcow mit diversen Diensten ist mit wenigen Anweisungen auf ein anderes System kopiert und lässt sich dort einfach starten. Ich habe selbst vor nicht allzu langer Zeit das in der Mailcow-Doku beschriebene Verfahren angewandt, das ist wirklich einfach und schnell gemacht.

  • Zum Thema Snapshots habe ich auf Anhieb folgendes gefunden: https://forum.netcup.de/admini…pshot-behalten/#post77176

    Sprich, wenn der Server mittels ISO-Mount manuell neu installiert wird bleiben die Snapshots, ansonsten nicht.

    Ehrlich gesagt finde ich die Migration von Services, die in Docker laufen, wesentlich einfacher als sonst. Bei klassischen Installationen gibt es Abhängigkeiten auf Dienste, die auf dem Zielsystem aufgrund von anderer Distro oder Version unterschiedlich sein könnten, und die Configs und Daten sind über das ganze System verstreut. Mit Docker-Setups ist das anders, selbst ein komplexes System wie Mailcow mit diversen Diensten ist mit wenigen Anweisungen auf ein anderes System kopiert und lässt sich dort einfach starten. Ich habe selbst vor nicht allzu langer Zeit das in der Mailcow-Doku beschriebene Verfahren angewandt, das ist wirklich einfach und schnell gemacht.

    Genau aus diesem Grund will ich ja nach und nach alles in Docker packen, muss mich halt nur einlesen wie es bei einem Umzug aussieht.
    Aber vielen dank für den Link :-)

  • Darf ich aus eigen Interesse nach den Beweggründen des Distro wechsels zu Ubuntu fragen?

    Ich habe den Server kurz nach meinem Ausbildungsbeginn aufgesetzt (Was nun auch schon paar Jahr her ist) und hatte da noch 0 Plan also habe ich einfach Debian genommen.
    Seit meiner Ausbildung arbeite ich fast eigentlich nur noch mit ubuntu sei es zuhause oder auch auf der arbeit (eigene Server oder auch Kundenserver).
    Daher war es für mich naheliegend zu wechseln.