Ubuntu Server oder Debian für Server?

  • Hab überall Ubuntu im Einsatz.

    Hatte zwischendurch auch Debian auf 1-2 Maschinen, aber da hat mir nicht gefallen, dass in den offiziellen Quellen die Pakete teilweise zu alt waren für bestimmtes Zeug bzw. die unterschiedlichen Versionsstände Probleme verursacht haben.

  • Ich benutze fast nur Debian. Als Hypervisor nutze ich Proxmox mit LXC, aber das baut ja auf Debian auf.

    Ansonsten nutze ich z.T. auch ganz gerne CentOS. :)


    Ubuntu ist und bleibt für mich ein super Desktop OS, aber auf dem Server hat das meines Erachtens nicht wirklich was zu suchen - mir ist da zu viel SchnickSchnack dran und das ist mir irgendwo auch zu instabil.

    RS Rentier 2019 | VPS 200 G8 | VPS Karneval 2020


    Wer im Netz Anstand und Respekt verliert, der ist auch im realen Leben für nichts zu gebrauchen! ;)

  • Debian basierte Distros meide ich wie die Pest, genau wie Windows.

    Darf ich fragen, wieso?

    Ubuntu ist und bleibt mir persönlich zu Überladen.

    Jedes Mal, wenn ich Ubuntu eine Chance geben möchte, hab ich direkt beim Installer keine Lust mehr. Der ist in meinen Augen totaler Müll. Überladen ist das System auch, da geb ich dir Recht.

    Großteil läuft CentOS

    Ich glaube, das werd ich auch mal probieren. Versuche aktuell noch herauszufinden, wie man die Stream ISO überprüft. Nutzt du CentOS Stream?

  • Nutze seit über 25 Jahren ausschließlich Debian auf allen Servern. Bin da evtl. auch nen bissel alt eingesessen - hab aber auch kein Bedürfnis was anderes zu probieren. 😂

  • Nutzt du CentOS Stream?

    Nein.

    Rolling-Release und productiv enviroment passen nicht ganz so gut zusammen finde ich.


    Passend dazu ein Zitat von Kofler :



    Aus der Sicht von Red Hat soll CentOS Stream neben Fedora eine zweite Spielwiese werden, um neue, schon weitgehend praxistaugliche Enterprise-Features einer größeren Öffentlichkeit/Testgemeinde zugänglich zu machen.

  • Klar darfst du :D


    Ich habe CentOS bzw. RHEL(nicht Stream) und BSD in meinem Damaligen Ausbildungsbetrieb fast ausschließlich gesehen. Da ist die „Adminliebe“ das erste mal entfacht. Damals hatte ich Privat auch mehrere Debian Server.


    Schmerz 1:


    SW RAID das Daten löscht statt Spiegelt. Lief lange ohne Probleme, bis zu Tag X.

    Schmerz 2:


    apt tot. Fehlerhaftes Paket (Ich glaube es war der GRUB). Ließ sich nicht mehr booten, auch nicht reparieren.

    Danach hab ich Debian aufgegeben. Mag sein das es sich gebessert hat. Es mag auch sein das das wegen Schlampigkeit der Maintainer war und nicht Debians Schuld. Ich verbrenne mich daran nicht mehr. Ich mag diese Enterprise Stability von RHEL. Aus Horrorgeschichten von anderen Admins höre ich meistens folgendes:


    • Windows

    • Microsoft Exchange

    • Microsoft Active Directory

    • Ubuntu oder Debian


    Alles Sachen die ich meide wo es nur geht. Klar es gibt Ausnahmen wie z.B. DATEV. Aber sonst nicht

  • Wobei mir fällt gerade ein, ich hatte mal irgendwo nen Server mit CentOS laufen, das war eigentlich auch ganz nett. Aber fast noch nen Ticken mehr "pain in the ass" bei aktuellen Paketen, als Debian, wenns nicht im SID zu finden ist :D

  • Wobei mir fällt gerade ein, ich hatte mal irgendwo nen Server mit CentOS laufen, das war eigentlich auch ganz nett. Aber fast noch nen Ticken mehr "pain in the ass" bei aktuellen Paketen, als Debian, wenns nicht im SID zu finden ist :D

    Einspruch! :P


    C8 geht genau das an. Für C7 Webserver mit aktuellen Paketen brauchte man immer diese Repo von Remi. C8 mit dem Modular Stream umgeht genau das. Immer zu den Halbjährlichen Major also 8.X werden die Module aufgefrischt und man kann auf aktuelle Versionen wechseln. Kann, nicht muss.

  • Ubuntu ist und bleibt für mich ein super Desktop OS, aber auf dem Server hat das meines Erachtens nicht wirklich was zu suchen - mir ist da zu viel SchnickSchnack dran und das ist mir irgendwo auch zu instabil.

    Wie man es sieht. Als KVM-Hypervisor ist mir Ubuntu lieber als Debian (öfter aktueller). In den VMs läuft dann aber etwas sinnvolleres ;-)


    apt tot. Fehlerhaftes Paket (Ich glaube es war der GRUB). Ließ sich nicht mehr booten, auch nicht reparieren.


    Witzig. Apt war für mich eine Erlösung, als ich von SuSE kommend immer wieder mit völlig zerschossenen Systemen gekämpft habe. Zugegeben: ich habe damals viel über den Kernel und Paketmanager gelernt. Windows war bald darauf für mich nur noch ein Hilfssystem zum Flashen von bestimmten Geräten. Ad Apt - es ist einfacher kaputte Paketabhängigkeiten zu reparieren, als ein nicht mehr lauffähiges System zu haben (schon mal libc kompiliert?)

  • Witzig. Apt war für mich eine Erlösung, als ich von SuSE kommend immer wieder mit völlig zerschossenen Systemen gekämpft habe. Zugegeben: ich habe damals viel über den Kernel und Paketmanager gelernt. Windows war bald darauf für mich nur noch ein Hilfssystem zum Flashen von bestimmten Geräten. Ad Apt - es ist einfacher kaputte Paketabhängigkeiten zu reparieren, als ein nicht mehr lauffähiges System zu haben (schon mal libc kompiliert?)

    Suse.... naja, OpenSuse hab ich mal ausprobiert, hat mir nie wirklich zugesagt. Dabei heisst es ja "The OS for sysadmins". Für mich nie eine Option gewesen. Ich mag ja KDE echt gern, aber Suse hat mir überhaupt nicht zugesagt.


    Ich hatte es damals versucht mit SuperGrub (nicht sicher ob es so heisst) zu reparieren, die Binaries zu tauschen. Alles erfolglos. Danach hab ich mir geschworen Debian(-basiertes) nie wieder in die Produktion zu bringen. Weder bei RHEL noch bei CentOS hatte ich bisher solche Probleme. Auf dem Desktop Fedora, Noch macOS und Arch. Auf den Servern brauch ich es nicht ganz so rolling. Alle Probleme bisher waren von mir selbst verursacht, Konfigfehler, falsch gesetze SELinux Policies etc.


    Windows lebt in einer VM damit ich die Farben meiner Tastatur anpassen kann da es kein Tool für Linux gibt, also eigentlich auch nur noch ein Sklavensystem bei Bedarf. Oder mal ein Install-Stick für Freunde und Familie zu erstellen.